Katja Weitzel
Das war auch ein Ergebnis in der Enquete-Kommission in der Sachverständigenanhörung, dass man über das Verhältnis von Drittmitteln und Grundfinanzierung nachdenken muss. Bitte sagen Sie noch etwas dazu. Staatsminister Markus Blume (Wissenschaft und Kunst): Liebe Frau Kollegin Weitzel, ich habe tatsächlich nur geschmunzelt, weil Sie gerade Ihre in Aussicht gestellte Zustimmung noch einmal in Frage ziehen wollten. Ich möchte dieses zarte Pflänzchen der Zustimmung seitens SPD zu unserem Dringlichkeitsantrag mit meinem Redebeitrag tatsächlich nicht gefährden. Ich will Ihnen deswegen sachlich antworten. Wir sind regelmäßig mit den Hochschulen im Gespräch. Es gibt Kanzlerbesprechungen und dergleichen. Es werden Best-Practice-Beispiele ausgetauscht. Auch so etwas gibt es heute in der modernen Verwaltung, damit man von anderen und von den Besten lernen kann. Ich darf Ihnen versichern, dass wir alles tun, um die Hochschulverwaltungen zu unterstützen und zu beraten. Zum Verhältnis der Grundfinanzierung und der Drittmittelforschung kann ich Ihnen nur sagen, dass dies ein wichtiger Punkt ist, den wir mit den großen Forschungsorganisationen besprechen müssen. Meine Sorge ist möglicherweise dieselbe, die auch Sie haben, dass sich unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Wettbewerben zu Tode siegen und am Ende für das Grundrauschen sozusagen nicht mehr genügend Pulver da ist. Deswegen kann ich nur noch wiederholen: Es war mir ein wichtiges Anliegen bei der aktuellen Haushaltsaufstellung, dass wir gerade auch die Grundfinanzierung in Bayern – dazu gehören auch die Bewirtschaftungskosten – gezielt stärken und deutlichen Aufwuchs haben, um gerade am Ende die wichtige Balance zwischen Breite auf der einen Seite und Exzellenz auf der anderen Seite gewährleisten zu können. Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Und noch die Zwischenbemerkung von Herrn Kollegen Johannes Becher, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
