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Barbara Fuchs

GRÜNE 29.10.2025 Sitzungen 19/62

Sehr geehrtes Präsidium, Kolleginnen und Kollegen! Die AfD kann gut abschreiben; das hat sie heute wieder bewiesen. Alles, was in ihrem Antrag steht – fast alles, was in ihrem Antrag steht –, haben wir in unterschiedlichen Variationen mehrfach schon beantragt. Nur ein Aspekt fehlt. Der Kollege Schmid hat es gerade erwähnt am Beispiel von Ungarn, dass Ungarn das Ganze ohne Migration geschafft habe. Das ist der Punkt, auf den ich mich jetzt konzentrieren werde. Der Fachkräftebedarf ist nicht zu lösen ohne die Einwanderung aus dem Ausland. Wir brauchen bis zum Jahr 2035 über 500.000 Fachkräfte. Das schaffen wir nicht mit den Menschen, die hier geboren wurden. Wir brauchen eine gut gestaltete Migration mit Ausbildung, mit Weiterbildung, mit Fortbildung. Wenn der Antrag der AfD diesen Aspekt weglässt, ist er einfach sinnlos. Wer Mauern statt Brücken baut, wer Hetze und Hass gegen Migration schürt, der torpediert auch die Fachkräftesicherung; denn Fachkräfte kommen nicht dorthin, wo sie sich unerwünscht fühlen. Ein Klima der Ausgrenzung mit Rassismus und pauschalen Verdächtigungen schreckt die Menschen ab, die zu uns kommen würden. Bayern war immer stark, wenn es offen war – offen für Innovation, offen für Austausch, offen für die Menschen. Unsere Wirtschaft lebt von Internationalität. Wir müssen die Zuwanderung vereinfachen, nicht blockieren. Wir müssen Integration unterstützen, nicht behindern, und wir müssen ein gesellschaftliches Klima schaffen, das signalisiert: Ihr seid willkommen und Teil unseres gemeinsamen Erfolges. Wir bilden euch aus, wir bilden euch weiter, wir bilden euch fort – natürlich auch die jungen Menschen aus unseren eigenen Reihen; das ist selbstverständlich. So wird Bayern seinen Wohlstand, seine Innovationskraft und seinen sozialen Zusammenhalt auch in Zukunft sichern. (Beifall bei den GRÜNEN)

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