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Klaus Holetschek

CSU 16.10.2025 Sitzungen 19/60

Herr Vizepräsident, Herr Ministerpräsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, es ist gut, wenn wir heute aus diesem Hohen Haus noch einmal ein Signal in Richtung des am 26. Oktober stattfindenden Bürgerentscheids in München geben. Jeder von uns hat seine persönlichen Erfahrungen mit großen Sportereignissen, wie es ist, in ein Stadion zu gehen und zu spüren, wie die Begeisterung und die La-Ola-Welle durch das Stadion gehen – beim FC Bayern München möglicherweise stärker als bei anderen Klubs. Viele von uns können sich an die Olympiade 1972 erinnern. Ich war damals acht Jahre alt. Trotzdem weiß ich, wie groß damals die Begeisterung meiner Eltern war. Man saß vor dem Fernseher und hat Heide Rosendhal, Ulrike Meyfarth und Klaus Wolfermann gesehen. Diese Namen werden dem einen oder anderen gar nichts mehr sagen. Aber das sind Namen, die in die Sportgeschichte eingegangen sind. Damals gab es übrigens noch die DDR, die im Medaillenspiegel immer weiter vorne war. Als ich diese Rede vorbereitet habe und an 1972 gedacht habe, habe ich daran gedacht, wie dankbar ich bin, dass ich heute in einem geeinten Vaterland leben darf. (Beifall bei der CSU, den FREIEN WÄHLERN sowie Abgeordneten der SPD) Bayern ist Sportland Nummer eins. Es gibt fünf Millionen Mitglieder in 17.000 Sport- und Schützenvereinen und über 370.000 ehrenamtlich Engagierte. Denen müssen wir an dieser Stelle auch einmal danken, denen, die Trikots waschen oder die Leute herumfahren. Ich finde das großartig. (Beifall bei der CSU, den FREIEN WÄHLERN sowie Abgeordneten der SPD) Das ist das, was uns verbindet. Wir sind Sportland Nummer eins. Lieber Staatsminister Joachim Herrmann, es wird ein Sportgesetz verabschiedet werden, in dem wir die Dinge zusammenfassen und miteinander verbinden. Es werden über 100 Millionen Euro, Vereinspauschalen und vieles mehr, bereitgestellt, mit denen wir den Sport unterstützen. Olympia ist nicht nur ein Sportereignis, sondern kann eine Botschaft für alle sein. Es ist vielleicht ein Traum von verschiedenen Athletinnen und Athleten, dort einmal dabei sein zu dürfen. Es ist aber auch der Spirit von Gemeinschaft, von Frieden und von Völkerverbindung. Das muss uns doch tragen. Ich bin es ehrlicherweise leid und satt, jeden Tag nur Bedenken zu hören. Mit Zaudern und Zögern wird man in diesem Land keine Zukunft gestalten. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Wir brauchen wieder einmal Begeisterung. Wir müssen uns hinter einem Ziel vereinen. Natürlich muss man die Bedenken der Menschen ernst nehmen. Das ist doch klar. Der eine oder andere sagt: Na ja, das kostet viel Geld. Lohnt sich das überhaupt? Ist das nachhaltig? – Wir haben darauf gute Antworten. 90 % der Sportstätten sind schon da. 76 % liegen innerhalb eines Umkreises von 16 km zum Olympiastadion. Es ist nachhaltig, und es ist auch werthaltig. Menschen werden in die Stadt und nach Bayern kommen und werden den Tourismus, die Gastronomie und vieles Weitere beleben. Das Olympische Dorf wird später einmal ein Wohnraum für viele Menschen sein, wie es auch nach den Olympischen Spielen 1972 der Fall war. Die Infrastruktur wird besser. Meine Damen und Herren, das sind doch alles wirklich gute Argumente, anhand derer wir gemeinsam dieses "Ja" zu Olympia deutlich machen können und müssen. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Ich finde gut, dass diesbezüglich große Einigkeit im Parlament herrscht. Das spüre ich auch. Ich glaube, die SPD hat sich gestern auch mit Olympia beschäftigt. Ich bedaure, dass der Alt-Oberbürgermeister von München, Christian Ude, in irgendeinem Interview gesagt hat, er werde nicht zur Abstimmung gehen. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich das nicht ganz verstanden habe. Aber ich weiß, dass die SPD-Fraktion auch für die Austragung der Olympischen Spiele in München kämpft. Ich hoffe, dass die GRÜNEN dafür sind, wie es auch in Ihrem Dringlichkeitsantrag steht, (Gülseren Demirel (GRÜNE): Wir haben einen nachgezogenen Dringlichkeitsantrag gestellt!) und dass der Vizepräsident, der hinter mir sitzt, nicht die Spitze einer Nicht-Olympia-Bewegung ist, sondern auch sagt: Ich will das. Das wäre aus der herausgehobenen Position des Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags ein kraftvolles Zeichen. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN – Heiterkeit bei der CSU, den FREIEN WÄHLERN und den GRÜNEN)

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