Ralf Stadler
Servus, Frau Präsidentin, habe die Ehre, werte Kollegen! Er wird oft abgestritten und unter den Teppich gekehrt, aber es gibt ihn, den verheerenden Einfluss von Windkraftanlagen auf unseren Tourismus. Bayern ist nicht nur ein Industriestandort, sondern vor allem ein Paradies für Erholungssuchende aus aller Welt. Unsere Berge, Wälder und Seen ziehen Millionen Touristen an. Genau das wird durch die Planwirtschaft der Bayerischen Staatsregierung bedroht. Dabei sind es doch die Volksvertreter der CSU und der FREIEN WÄHLER, die den ganzen Irrsinn, den uns eine gescheiterte Ampel-Regierung eingebrockt hat, beenden könnten. Doch leider fehlt es euch an der nötigen Courage, dem Ministerpräsidenten einmal zu widersprechen. Stattdessen habt ihr zugeschaut, wie das bayerische Kabinett im Rahmen des Energieplans Bayern die Erneuerbare-Energien-Strategie beschlossen hat, die den weiteren Zubau von 1.000 Windrädern in Bayern bis 2030 vorsieht. Sogar die Bayerischen Staatsforsten, deren eigentliche Aufgabe es ist, für den Erhalt unserer Wälder zu sorgen, machen diese Industrialisierung unserer Wälder ungeniert mit. Stellen Sie sich vor, der Bayerische Wald, einst das Symbol unberührter Naturschönheit, wird von Hunderten von Windkrafträdern durchbohrt. Meine Damen und Herren, das ist keine Energiewende, das ist eine Katastrophe für unsere Identität und für unsere Tourismuswirtschaft. Dabei zerstören Windkraftanlagen nicht nur Wälder, sondern verändern das ganze Landschaftsbild unwiderruflich. Vielen Touristen vergeht dabei die Lust zu wandern. Die oft verschwiegenen wirtschaftlichen Verluste, insbesondere für Gaststätten und den Tourismussektor, wiegen oft schwerer, als das offiziell zugegeben wird. Im Jahr 2023 knackten wir die Marke von 100 Millionen Übernachtungen, ein Rekord, der im Jahr 2024 mit 102,7 Millionen sogar übertroffen worden ist. Rund 40,6 Millionen Gäste haben uns besucht, ein Plus von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr. Das sind Zahlen, die von der Anziehungskraft unserer unberührten Natur zeugen. Windkraftanlagen bedrohen das jedoch. Studien lassen immer wieder durchblicken, dass sichtbare Windräder Touristen abschrecken. Vor allem in Regionen mit hoher Windkraftdichte leidet der Tourismus. Besucher beklagen dabei die industrielle Verschandelung. Das wirkt sich vor allem auf die Besucherzahlen in den ländlichen Gebieten aus. In Regionen wie dem Bayerischen Wald und Oberbayern, wo der Tourismus circa 20 bis 30 % der lokalen Wirtschaft ausmacht, berichten Betreiber von Umsatzeinbußen bis zu 15 % in Gebieten mit Windparks. Die Touristen meiden solche Gebiete und suchen ihre Erholungslandschaft im benachbarten Österreich. Mich wundert die schreiende Stille der Gaststätten- und der Tourismusverbände, und das, obwohl eine Studie des Tourismusverbands Oberbayern eingesteht, dass die Zerstörung der Naturschönheit jährlich Millionen an Einnahmen kostet. (Beifall bei der AfD) Denken Sie doch einmal an Wanderwege, die nun von Rotorblättern überschattet werden, an Waldflächen, die für die Windindustrie aufgerissen werden. Gaststätten in idyllischen Dörfern, die auf Wanderer und Naturliebhaber angewiesen sind, verlieren Gäste, weil die Landschaft wie ein Industriepark aussieht. Selbst der BUND warnt davor, Windkraft in natursensible Gebiete vordringen zu lassen. Wir von der AfD sagen: Stoppt diesen Wahnsinn! Wir haben dazu immer wieder Vorschläge gemacht. Zuletzt haben wir angeregt, die fragwürdige EU-Entwaldungsverordnung so anzupassen, dass der Zerstörung durch Windkraftanlagen Einhalt geboten wird. Würde die Stromerzeugung der Produktliste hinzugefügt, dürften keine Waldflächen für Windräder gerodet werden. Unsere Wälder, unsere Gaststätten und unser Volk verdienen Besseres. Staatlicher Subventionsirrsinn darf nicht auf dem Rücken unserer heimischen Gastronomie und Tourismuswirtschaft ausgetragen werden. Wir wollen doch, dass Bayern ein Tourismus- und Erholungsland bleibt, für alle Wanderer, die sich nach unberührter Natur sehnen, und für Familien mit Kindern, die sich in Bayern von gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Wahnsinns in anderen Bundesländern erholen wollen. Ich sage es noch einmal ganz deutlich: Wir wollen in unseren Wäldern keine Windindustrie. (Beifall bei der AfD)
