Katja Weitzel
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Der Antrag der AfD-Fraktion liest sich so, als ob in Bayern in Sachen Altersforschung bisher gar nichts passiert. Diese Behauptung hält keiner Überprüfung stand, nicht einmal einer einfachen Google-Suche. Mit einem Blick ins Netz würde man relativ schnell erkennen – die Antragstellerinnen und Antragsteller hätten sich viel Zeit erspart –, dass an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen intensiv zur psychologischen Alternsforschung gearbeitet wird. Dort gibt es weitere Schwerpunkte in der geriatrischen Forschung, insbesondere – meine Vorrednerin hat schon darauf hingewiesen – zu den Themen Sarkopenie und Sturzprävention. An der LMU München gibt es gleich drei Lehrstühle mit dem Fokus auf Altern, Demenz und neurodegenerative Erkrankungen. Auch das Helmholtz Zentrum in München und das Max-Planck-Institut tragen maßgeblich zur Altersforschung bei, und das auf höchstem wissenschaftlichem Niveau, national und international. Zudem bleibt der Antrag jeden Beleg schuldig, wo bzw. inwiefern angeblich ein Mangel besteht, geschweige denn, dass Sie von der AfD konkrete Vorschläge machen, wo zusätzliches Geld investiert werden sollte. Insofern wirkt Ihr Antrag weniger wie ein konstruktiver Vorschlag, sondern eher wie ein Beleg für oberflächliche Recherche und mangelnde Kenntnis der bayerischen Forschungslandschaft. Ansonsten schließe ich mich all meinen Vorrednerinnen und Vorrednern von den demokratischen Fraktionen an. Wir lehnen diesen Antrag ab. (Beifall bei der SPD) Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Vielen Dank, Frau Kollegin Weitzel. – Weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor. Die Aussprache ist geschlossen. Wir kommen zur Abstimmung. Der federführende Ausschuss für Wissenschaft und Kunst empfiehlt die Ablehnung des Antrags. Wer entgegen dem Ausschussvotum dem Antrag der AfD-Fraktion zustimmen möchte, den bitte ich um das Handzeichen. – Das ist die AfD-Fraktion. Gegenstimmen! – Das sind alle anderen Fraktionen. Stimmenthaltungen? – Keine. Der Antrag ist abgelehnt. Ich rufe Tagesordnungspunkt 20 auf: Antrag der Abgeordneten Florian Köhler, Oskar Lipp, Johannes Meier und Fraktion (AfD) Nein zum E-Rechnungszwang - Freiwillige Digitalisierung statt staatlicher Bevormundung! (Drs. 19/6190) Ich eröffne die Aussprache. Das Wort hat Herr Abgeordneter Lipp, AfD-Fraktion. (Beifall bei der AfD)
