Kerstin Schreyer
Sehr geehrter Herr Mannes, ich fühle mich gerade ein bisschen zurückversetzt. Ich glaube, die Debatte führen wir jetzt seit fünf Jahren. Das ist immer das Gleiche; aber bei Ihnen merke ich auch keine Weiterentwicklung der Situation. Natürlich war es schwierig, dass man, als die drei Atomkraftwerke in Bayern noch am Netz waren, deren Laufzeit nicht vorübergehend verlängert hat. Der Ausstieg vorher hatte andere Voraussetzungen: Da war Putin noch nicht in der Ukraine eingefallen, da konnten wir uns mit dem Gas aus Russland durchaus organisieren. (Zuruf der Abgeordneten Elena Roon (AfD)) – Das ist eine völlig andere Situation. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen, und ich kann Ihnen nur ehrlich sagen: Da merkt man, wie rückwärtsgewandt Sie sind. Wir müssen mit der aktuellen Situation Politik machen. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Die Kosten des Netzausbaus – Entschuldigung – können wir doch gar nicht verhandeln. Wir brauchen die Netze, wir brauchen den Strom, wir brauchen eine Zuverlässigkeit. Die sind wir der Wirtschaft und der Bevölkerung schuldig. Wir brauchen keine Debatte darüber, ob man vielleicht vor 15 Jahren mit dem Wissen von heute irgendetwas hätte anders lösen können. Dieser Zusammenhang ist völlig unsinnig. (Beifall bei der CSU)
