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Markus Striedl

AfD 05.06.2025 Sitzungen 19/52

Sehr geehrte Frau Präsidentin, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! "Rettet die Berge – Bergliebe statt Bausünde" – das ist auf den ersten Blick ein emotionaler Titel, der auf Zustimmung treffen könnte. Die Frage lautet aber: Möchten die Berge überhaupt von den GRÜNEN gerettet werden, oder ist das wieder einmal die Oma, die an der Straße steht, die Sie auf die andere Straßenseite bringen möchten, obwohl die Oma gar nicht auf die andere Straßenseite will? Sehen wir uns einmal an, was hinter dieser plakativen Überschrift steckt und wer dafür die Verantwortung trägt. Die Geschichte der Bayerischen Alpen ist untrennbar mit den Menschen verbunden. Unsere Vorfahren haben diese Landschaft über Jahrhunderte hinweg geprägt, gestaltet, urbar gemacht und im Einklang mit ihr gelebt. Es entstand eine Kulturlandschaft von unschätzbarem Wert. Denken wir an die Almwirtschaft, mit der seit Generationen Weiden gepflegt und so die Artenvielfalt gefördert wird, die uns heute so wichtig ist. Denken wir an die Forstwirtschaft, die Schutzwälder erhält. Denken wir an die Bergdörfer, die Träger von Tradition und Brauchtum sind. Denken wir nicht zuletzt an die Obrigkeiten. Was wären unsere Berge heute ohne Jagdhütten, Forsthäuser und nicht zuletzt ohne unsere Burgen und Schlösser? Was hat sich wohl die Bevölkerung damals gedacht, als mitten in unberührter Natur Schlösser wie Linderhof oder Neuschwanstein entstanden? Diese Menschen, die Könige und Grafen, die Bergbauern und Forstwirte, die Handwerker und die Gastronomen, das sind die wahren Hüter der Berge. Sie haben die Berge nicht zerstört, sondern mit Bedacht und Respekt vor der Natur geformt und erhalten. Nun kommen die GRÜNEN und sprechen von "Bausünden". Welche sie damit meinen, haben sie im Titel der Aktuellen Stunde offengelassen. Meinen Sie touristische Infrastruktur, die es Menschen erlaubt, die Schönheit der Berge zu erleben, und die vielen Menschen im Alpenraum ein sicheres Auskommen ermöglicht? Oder – ich werde ein bisschen konkreter – meinen Sie vielleicht die Kampenwandbahn, wo die geschätzte Kollegin Claudia Köhler mit ihren tollen grünen Ideen bereits Hausverbot genießt? (Beifall bei der AfD) Oder handelt es sich vielleicht um eine ideologisch motivierte Ablehnung jeglicher Weiterentwicklung oder Nutzung, die den Menschen vor Ort das Leben und Arbeiten erschwert? Oder – das ist gut vorstellbar – vielleicht hat der Bergbauernhof einfach nur die falsche Heizung. Man weiß es nicht. Viel problematischer als diese Dinge sind für unsere Bergwelt ganz andere Entwicklungen, für die besonders auch die grüne Politik Mitverantwortung trägt, nämlich der Ausverkauf durch die fehlgeleitete Energiepolitik. Die Windkraftanlagen in sensiblen Naturräumen, ihre Betonfundamente oder die kilometerlangen Zufahrtsstraßen – das sind die wahren Sünden an der Natur. Meist geschieht so etwas gegen den Willen der lokalen Bevölkerung. Ist das Bergliebe, wie die GRÜNEN sie sich vorstellen? – Unsere ist das nicht. (Beifall bei der AfD) Die traditionelle Almwirtschaft, die unsere Berge offenhält, pflegt und vor Verbuschung schützt, wird gegängelt und durch Bürokratie belastet. Zusätzlich beklatschen Sie auch noch die Rückkehr des Wolfes, der im Alpenraum massiv Almbauernexistenzen bedroht. Ist das der Beitrag zur Rettung der Berge? – Für uns sicher nicht. Oder sind es Ihre verkehrspolitischen Utopien? Sie malen das Schreckgespenst des bösen Autos, vergessen aber, dass für viele Menschen in den ländlichen und bergigen Regionen das Auto mangels Alternative unverzichtbar ist, und zwar besonders für Land- und Fortwirte, die für Ihre Batterie-Vehikel nur ein müdes Lächeln übrighaben. (Zuruf von den GRÜNEN) Ihre Politik zielt auf eine Einschränkung der Mobilität ab, was besonders den Alpenraum und seine Bewohner besonders trifft. Meine Damen und Herren, die AfD steht für einen echten, vernunftbasierten Schutz unserer Berge, für einen Schutz, der den Menschen und seine Ideen nicht ausgrenzt, sondern ihn als Teil der Lösung begreift. Wir brauchen keine ideologischen Kampfbegriffe, sondern pragmatische Ansätze, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. (Beifall bei der AfD) Statt die einheimische Bevölkerung und die traditionelle Nutzung unter Generalverdacht zu stellen, sollten wir uns den wahren Problemen widmen: die Zersiedelung durch unkontrollierten Zuzug, die negativen Auswirkungen einer verfehlten Energiepolitik und die oftmals mehr für den urbanen Raum als für den ländlichen Raum gestrickte Politik. Echte Bergliebe bedeutet, die Kulturlandschaft zu erhalten, die vorhandenen Ressourcen an die heutige Zeit anzupassen, sie zu nutzen, die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort zu sichern, die Natur mit Augenmaß zu schützen, und das Ganze ohne ideologische Verblendung. (Beifall bei der AfD)

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