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Andreas Birzele

GRÜNE 13.05.2025 Sitzungen 19/50

– das Werkzeug an die Hand, um mitzureden, und zwar auf Augenhöhe. Wir warnen aber auch vor einem: Politische Bildung heißt nicht, dass man nur einen Stuhlkreis macht und dann alle nett zueinander sind. Demokratie ist nicht das Gegenteil von Streit, sondern der Rahmen, in dem man sich mit Argumenten streiten darf. Genau das müssen junge Menschen lernen. Lernen können sie es aber nur, wenn man sie beteiligt. Wir lassen sie auch in den Physikunterricht, obwohl sie vielleicht nie Raketen bauen werden; also können wir sie auch politisch bilden, auch wenn nicht alle Abgeordnete werden wollen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Respekt vor jungen Menschen zeigt sich nicht daran, dass wir applaudieren, wenn sie brav demonstrieren oder sich engagieren, sondern daran, dass wir ihnen das Recht geben mitzubestimmen. (Tanja Schorer-Dremel (CSU): Sie haben auch das Recht, Kind zu sein!) Alles andere ist, ehrlich gesagt, nur Gschaftlhuberei. Das ist so. Lasst uns also nicht so tun, als müssten wir die Jugend vor der Demokratie schützen. Die Demokratie braucht die Jugend, und zwar jetzt und nicht erst, wenn sie 18 Jahre alt ist. Elf Bundesländer und sogar die EU haben das schon erkannt. Nur der Freistaat Bayern tut sich da wieder ein bisschen schwerer. (Petra Guttenberger (CSU): Jeder darf seine Fehler selber machen!) – Ja, aber ihr macht die Fehler schon lange genug. Ich bin für die Wahl ab 16, und ich bin für eine politische Bildung, die den Namen auch verdient, nicht nur in Wahlkampfzeiten, sondern dauerhaft und verlässlich. (Michael Hofmann (CSU): Wieso sagen Sie "nur"?) Klar ist doch: Wer wählen darf, der muss auch verstehen, worum es geht. Wer etwas versteht, der kann auch Verantwortung übernehmen. In diesem Sinne geben wir der Jugend das Wort. Sie hat es verdient, und sie hat vor allem viel zu sagen. (Beifall bei den GRÜNEN)

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