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Ramona Storm

AfD 19.03.2025 Sitzungen 19/45

Herr Vizepräsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Zustimmung im Bundestag zum Goldesel und "Tischlein deck dich" in Form von Sondervermögen ist erst wenige Stunden alt, und da werden auch schon Begehrlichkeiten bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU geweckt. Fantastilliarden wie in Dagobert Ducks Geldspeicher scheinen derzeit die Lösung für alle Probleme im Land zu sein. Ein paar Milliarden hier, ein paar Milliarden dort – warum auch nicht noch ein paar Milliarden vom Bund für die Schulen fordern? Aber anstatt aber die Rahmenbedingungen zu verbessern, mehr Lehrkräfte einzustellen, Respekt und Leistung einzufordern oder den Klassenteiler zu verringern, sollen Bundeszuschüsse für die weitere Digitalisierung der Schulen verwendet werden. Die Digitalisierung der Schulen in Deutschland ist nun schon etwas länger im Gange, und Milliarden sind längst schon in die Kassen der Soft- und Hardware-Lieferanten gewandert. Doch hat das die bayerischen Schüler wirklich nach vorne gebracht? – Wenn man die einschlägigen Leistungsvergleiche der letzten Jahre anschaut, wohl eher nicht. In Schweden ist man uns im Hinblick auf Bildungsthemen mal wieder weit voraus. In vielen schwedischen Klassenzimmern beginnt nämlich langsam die Kehrtwende – zumindest in der Primarstufe. Dort wird jetzt wieder in echten Seiten geblättert. Erst vor wenigen Jahren noch empfahl die Schulbehörde dort in einer nationalen Richtlinie, digitale Lehrmittel wie Laptops oder Apps einzusetzen. Das habe auch Nachteile mit sich gebracht, sagt jetzt aber die Grundschullehrerin Jeanette Wiberg aus Schweden. Sie sagt: Die Lesegeschwindigkeit, der Wortschatz und das Leseverständnis sind insgesamt bei den Schülern zurückgegangen. Wir glauben, es liegt daran, dass wir zu viel digital gemacht haben. – Schwedens Schulministerin Edholm will zudem insbesondere verhindern, dass kleine Kinder zu früh an einem Bildschirm hängen. Ministerin Edholm sagt: Auch viele Eltern wollen, dass wir die Bücher zurückholen; denn mit einem Buch können sie leichter nachvollziehen, was ihr Kind bis zum nächsten Test lernen muss, anstatt irgendein Papier in die Hand gedrückt zu bekommen oder im besten Fall sogar nur einen Link. Zumindest an den Grundschulen kann der Weg nicht mehr Computer und nicht noch mehr Geld sein. Der konkrete Weg dorthin ist aber ganz einfach. Wie Pestalozzi einst sagte: Lerne mit Kopf, Herz und Hand. – Wir sind natürlich nicht gegen die Digitalisierung, aber für Digitalisierung mit Augenmaß. Wir werden uns bei dem Antrag enthalten. (Beifall bei der AfD)

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