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Anna Rasehorn

SPD 19.02.2025 Sitzungen 19/42

Sehr geehrtes Präsidium, liebe Kolleg:innen der demokratischen Fraktionen! Uns liegt heute wieder einmal ein Antrag vor, der eine Studie zu den angeblich negativen Klimaeffekten der Windkraft fordert. Allein in der Begründung wird schnell klar: Hier geht es nicht um Wissenschaft, und hier geht es auch nicht um ernsthafte Forschung. Es geht allein darum, Zweifel zu säen. Dabei ist die Faktenlage klar. Schon eine kurze Google- oder Faktenchecker-Anfrage seitens der Antragsteller:innen hätte klargemacht: Es gibt bereits zahlreiche Untersuchungen zu dem Thema. Meine Vorredner:innen haben es gesagt: Das Max-Planck-Institut, der Deutsche Wetterdienst, die Universität Leipzig – alle stellen klar: Es gibt keinerlei Beweise, dass Windräder das Wetter oder das Klima wesentlich beeinflussen. Besonders peinlich ist: Die AfD führt eine Studie aus den USA von 2018 an. Auch darauf sind die Vorredner:innen schon eingegangen. Selbst die Autoren sagen in der Studie selber, dass Windenergie langfristig umweltfreundlicher ist als fossile Brennstoffe. Die Studie selbst wurde schon 2018 von vielen Expert:innen kritisiert und infrage gestellt. Ich zitiere Prof. Mark Z. Jacobson von der Stanford-University, der diese Studie als zu hundert Prozent falsch bezeichnet. Das hat auch eine Studie 2020 aus Tschechien noch einmal verdeutlicht. Noch deutlicher wird es bei dem angeblichen Einfluss auf Windströmungen. Der renommierte Forscher Dr. PD Axel Kleidon hat im Jahr 2023 gezeigt: Selbst bei einem massiven Ausbau der Windkraft auf 200 Gigawatt – das war das vereinbarte Ziel von uns – bis 2050 wären nur 2,4 % der durch Reibung verlorenen Windenergie durch die Windkraftanlagen beeinflusst. Das ist ein zu vernachlässigender Wert. Es gibt also keinerlei signifikanten Einfluss auf das Wetter oder gar das Klima. Auch das werfen Sie ganz gerne einmal durcheinander. Kurz gesagt: Der Antrag fordert eine Untersuchung, für die es schon längst Forschungsgelder gibt. Dafür sollen wir unsere Steuergelder hergeben. Das Problem der Antragsteller:innen ist nicht, dass es keine Erkenntnisse gibt, (Gülseren Demirel (GRÜNE): Ja!) sondern dass ihnen die Ergebnisse einfach nicht passen. (Beifall bei den GRÜNEN) Also lassen wir uns von dieser Scheindebatte bitte nicht aufhalten. Die Energiewende – Frau Schorer-Dremel hat es schon sehr deutlich gesagt – ist notwendig, sie ist machbar, und sie wird von den Demokrat:innen auch durchgeführt. Deshalb lehnen wir den Antrag entschieden ab. (Beifall bei der SPD und den GRÜNEN)

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