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Prof. Dr. Ingo Hahn

AfD 19.02.2025 Sitzungen 19/42

Werter Herr Vizepräsident, meine geschätzten Damen und Herren! Mit diesem Antrag möchte die AfD-Fraktion erreichen, dass die Staatsregierung eine unabhängige wissenschaftliche Studie zu den Auswirkungen und Folgen des Windkraftausbaus durchführen lässt. Dabei soll es um zwei Faktoren gehen, nämlich die Bodentemperatur und die Strömungssysteme, Stichwort Wind. Bereits im Jahr 2018 wurde in den USA eine solche Studie durchgeführt. Die USA sind manchmal schneller und besser und haben auch den nötigen Willen dazu. In dieser Studie wurden lokale Temperaturen untersucht. Dabei war besonders auffällig, dass die Erwärmung besonders bei großen Windkraftanlagen und signifikant häufig in der Nacht auftrat. Ich habe zufällig ein wissenschaftliches Paper dabei. Die Studie hieß "Climatic Impacts of Wind Power" von Miller und Keith. Ich zitiere auf Englisch den ersten Satz, der in diesem Summary steht: "We find that generating today’s US electricity demand […] with wind power would warm Continental US surface temperatures by 0.24ºC." Daran sehen Sie, die Amerikaner haben nachgewiesen, dass Windkraftanlagen die Bodentemperatur erhöhen. Das ist genau das Gegenteil von dem, was unsere CO -Jünger hier im Bayerischen Landtag immer verlangen. Sie wollen Windkraft, um die Steigerung der Erdtemperatur auf 1,5 Grad zu deckeln. Genau das Gegenteil ist hier der Fall. Deshalb sagt die AfD: Wir brauchen mehr unabhängige Studien, damit wir endlich einmal wissenschaftlich fundiert Bescheid wissen, was hier passiert. (Beifall bei der AfD) Windkraftanlagen verursachen klimatische Effekte, und zwar durch den Entzug kinetischer Energie, was zu einer Verzögerung des Windes führt. In der Nordsee stehen die Offshore-Anlagen in einer Reihe. Der Wind kommt an, und durch die Anlagen wird ihm Energie entnommen. Der Wind verlangsamt sich. Das hat nicht nur lokale, sondern auch überregionale Effekte. Das bedeutet, auch der Temperaturaustausch in der Fläche wird damit gehemmt. Interessant ist, dass es dafür auch praktische Beispiele gibt. Ich beziehe mich auf das Deutsche Weininstitut. Die Winzer in Deutschland machen Versuche mit kleinen Windrädern. Sie wollen mit diesen Windrädern den Frost aus ihren Rebzeilen herausbekommen. In der Nacht sind die kalten Temperaturen natürlich am Boden; denn kalte Luft fällt nach unten. Mit den Windrädern wird die Luft verwirbelt, um wärmere Luftmassen auf den Boden zu bringen und damit Bodenfrost zu verhindern. Bei großen Anlagen ist dieser Effekt wahrscheinlich noch viel größer. In der Agrikultur kann es also zu starken negativen Auswirkungen kommen. Denken Sie an unsere Bauern in Franken und Mittelfranken. Diese Gebiete sind ohnehin sehr niederschlagsarm. Die Wirbelschleppen liegen zum Teil bis zu drei Kilometer hinter den Windrädern. Durch sie wird die bodennahe Grenzschicht verwirbelt und die Feuchtigkeit vom Boden in die höheren Schichten befördert. Damit geht die Feuchtigkeit für die Ackerflächen verloren, wodurch die Bauern und im Endeffekt natürlich die Produktivität dieser Flächen für den Bürger geschädigt werden. Mit dem vorliegenden Antrag wollen wir in die politischen Echokammern, in denen stets behauptet wird, dass diese Effekte unbedenklich seien, eindringen. Gerade die Staatsregierung und ihre grünen Helfer hier vorne, die immer wieder die Idee des menschengemachten Klimawandels in den Vordergrund rücken, sollten an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Windkraft interessiert sein. Hier werden sie vermutlich eher fündig als bei den weit hergeholten CO -Argumentationen, die allesamt auf wissenschaftlichen Annahmen basieren und nicht auf real messbaren wissenschaftlichen Ergebnissen, wie sie wir von der AfD fordern. (Anna Rasehorn (SPD): So ein Quatsch!) Es ist bezeichnend, dass sich die Altparteien so sehr vor einer simplen Studie über die Auswirkungen der Windkraft auf die Bodentemperatur und die Strömungssysteme fürchten, dass sie diesen Antrag im Ausschuss ablehnen mussten. Aber eines möchte ich Ihnen sagen: Die Mehrheitsmeinung in der Wissenschaft dreht sich. Wir wollen eine unabhängige Studie, damit Habecks Golferfreunde davon überzeugt werden, dass Wissenschaft etwas anderes als CO -Politik ist. Meine Damen und Herren, stimmen Sie diesem Antrag zu.

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