Sascha Schnürer
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, meine sehr geehrten Damen und Herren! In diesem Antrag zeigt sich wieder einmal das wahre Gesicht der GRÜNEN: Sie wollen Planwirtschaft. Sie wollen Umerziehung. Sie wollen unseren Kindern vorschreiben, was sie essen sollen und wie wir leben sollen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER und der AfD – Zuruf der Abgeordneten Laura Weber (GRÜNE)) Sie schreiben in Ihrem Antrag tatsächlich das Ziel vor: "100 Prozent Bio- und Regional-Anteil". Ich kann es wirklich nicht fassen. Ganz ehrlich, die Menschen da draußen haben es wirklich satt, dass ihnen Politiker vorschreiben, was sie zu essen haben und was sie zu tun und zu lassen haben. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER und der AfD) Wir wollen keine links-grüne-woke Essensdiktatur. (Zurufe von den GRÜNEN) Wir in Bayern leben das Gegenmodell. Wir sagen: Leben und leben lassen. Wir wollen, dass vor Ort entschieden wird, wie es gemacht wird, wie es organisiert wird, und wir wollen natürlich, dass unsere Kinder gesund ernährt werden. Ich füge aus ganzem Herzen hinzu: Ich möchte, dass sie Spaß am Kochen haben und dass sie wirklich einen Bezug zu unserer Heimat und zu unseren heimischen Lebensmitteln haben. Gehen Sie doch mal in die Schulen und kochen Sie mit den Schülern, statt solche Anträge zu stellen. Ich habe das gemacht und mit den Schülern gekocht. Frau Weber, vielleicht wissen Sie es ja: Ich habe mit den Kindern Wildburger mit Wildfleisch aus heimischer Wirtschaft zubereitet. Wir haben sie mit Gemüse von unserem Bauernmarkt serviert. Das war mit den Kindern richtig schön, die Sachen aufzuschneiden und zu kochen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, mit solchen Aktionen leisten Sie viel mehr als mit solchen Anträgen. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER – Zuruf von den GRÜNEN) Damit die Kinder das Kochen lernen, brauchen wir natürlich auch Schulküchen. Wir müssen überlegen, wie wir Standards abbauen; mit ihnen hat es die Politik in den letzten Jahren vielleicht übertrieben. So ehrlich müssen wir sein. Es schmerzt mich wirklich, wenn man Schulküchen schließt und selber nicht mehr kochen kann. Wir müssen Standards senken. Ich habe in meinem Stimmkreis selber eine solche Schule. Das war damals viel gesünder, als man selbst gekocht hat. Selber kochen ist besser, als sich Essen von irgendwoher, vielleicht noch über eine App liefern zu lassen – das wollen wir so nicht. (Toni Schuberl (GRÜNE): Dann kochen Sie doch alles selber!) – Ja, ich koche selber. Das ist besser, als die ganze Zeit Cannabis zu rauchen! Zurück zum Thema: Ich finde es so wichtig, dass es vor Ort und nicht zentral organisiert wird. Wir haben bei uns auf dem Bildungscampus – der Kollege Saller aus meiner Heimat kann Ihnen das bestätigen – für eine Million Euro eine Schulküche umgebaut und haben versucht, einen Caterer zu finden. Wir haben jedoch keinen Caterer gefunden. Auf drei Ausschreibungen hat sich niemand beworben. Warum? – Weil niemand die Anforderungen für Essen mit Bio etc. erfüllen konnte. Es hat sich kein Caterer gefunden. (Zuruf des Abgeordneten Toni Schuberl (GRÜNE)) Wir haben jetzt mit Hängen und Würgen ein Konstrukt geschaffen, mit dem es funktioniert, dass eine soziale Einrichtung mit dem Krankenhaus das zusammenbringt, damit wir das vor Ort machen können. Das wollen Sie jetzt wieder auflösen und zentral als Staat besser machen? Meine sehr geehrten Damen und Herren, damit sind Sie auf einem Irrweg. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Der Freistaat Bayern macht sehr viel. Er leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Er bietet Coachings an. Deswegen herzlichen Dank auch an unsere Staatsministerin und an das Ministerium mit den Abteilungsleitern! Wir haben über 1.300 Kitas, Schulen, Behörden, Betriebe und Senioreneinrichtungen ein Coachingangebot gemacht, damit sie individuell vor Ort ihr Konzept finden. Das ist gut so. Auch in den Schulen wird viel gemacht. Gesundheitsbildung ist nichts, was wir von den GRÜNEN lernen müssten. In Bayern ist sie ein fester Bestandteil durch vielerlei Programme. Ich nenne als Beispiel nur einige: die "Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit", "Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben", das "Landesprogramm für die gute gesunde Schule", "Voll in Form I", "Voll in Form II", "Erlebnisbauernhof" usw. Sie stören uns mit Ihrem Antrag letztlich nur für ein "Schönes auf d’Nacht". Kochen Sie weiter hier in München Ihre eigene Suppe. Wir lehnen Ihren Antrag ab. (Beifall bei der CSU sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER)
