Prof. Dr. Ingo Hahn
Herr Präsident, meine geschätzten Damen und Herren Kollegen! Wir sind sehr froh und stolz, dass wir etwas für den bayerischen Wald tun. Meine Damen und Herren, genau aus diesem Grund bringen wir heute hier einen Gesetzentwurf zum Schutz des Waldes vor Windkraftanlagen ein. Das ist ein zentraler Bereich für uns, gerade im Naturschutz. Deshalb wollen wir hier Vorrang für Naturschutz etablieren. Meine Damen und Herren, es ist kein Geheimnis: Von Grün bis Rot, von Schwarz bis Orange sind sich hier bei den Altparteien in der Klimareligion noch alle einig. Die einzige Ausnahme sitzt hier vorne: Das ist die AfD. Wir machen Politik nach rationalem Menschenverstand und für die Natur. (Beifall bei der AfD) Sie haben es in den letzten 20 Jahren in wechselnden Koalitionen – die FREIEN WÄHLER gibt es nur in Bayern, aber Schwarz-Grün regiert in vier Bundesländern – fertiggebracht, die Energie in diesem Land teuer zu machen: teuer, teurer und teurer. Sie ist nicht nur teuer, sie ist auch unsicher. Wir alle warten auf die Blackouts. Sie haben es also in den letzten 20 Jahren schlecht gemacht. Die Eiskugel, von der die GRÜNEN gesprochen haben, ist wirklich explodiert. Und jetzt wollen Sie auch noch mittels der Windkraft die Natur schädigen, die Wälder zerstören, die Wälder abholzen und natürlich auch die Flugtiere dezimieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Ausgangspunkt Ihr angeblicher Klimaschutz ist. 2040 will die CSU hier mit den FREIEN WÄHLER klimaneutral, das heißt CO -neutral, werden. Ich will auf den Unsinn dieser Geschichte gar nicht eingehen, ich will nur sagen, das ist noch einmal fünf Jahre früher, als das Ziel der rot-grün-gelben Ampel in Berlin. Daran sieht man, wie Ihre Partei tickt. Mittlerweile wollen aber immerhin Söder und Aiwanger, also der Herr Ministerpräsident und der Herr Vizeministerpräsident, die leider bei diesem wichtigen Thema heute nicht da sind, eigentlich jetzt eher weiter zurück, wie man aus der Presse hörte. Sie wollen die GRÜNEN gar nicht mehr links überholen, sondern das Jahr 2045 ist im Gespräch, vielleicht sogar später. Meine geehrten Kollegen von der CSU, ich befürchte nur, Sie finden bei Ihrer eigenen Partei dafür gar keine Mehrheit; so sieht das momentan aus. Umweltminister Glauber, der heute bei seinem eigenen Thema auch nicht da ist, wehrt sich gegen den Parteichef, und Minister Aiwanger hat eine ganz andere Meinung. Das heißt, da streitet man sich schon bei den FREIEN WÄHLERN. Aber das ist bei Herrn Glauber auch keine Überraschung; er glaubt nach wie vor an diese Klimareligion und ist der grünste Umweltminister, den wir in Bayern je hatten. Meine Damen und Herren, deshalb sagen wir und deshalb sagt die AfD: Hände weg von unseren bayerischen Wäldern! Ich sage Ihnen: Es gibt viele Wissenschaftler – sie werden ja immer herangezogen – gegen Windenergie im Wald. 23 Wissenschaftler haben sich hierzu mittlerweile geäußert. Alle haben viele gute Argumente. Die Argumente liegen auf der Hand. Herr Aiwanger will das natürlich aus den Städten und den urbanen Lebensräumen weghaben; er will das nicht hier in München haben, wo zwei Millionen Menschen leben und wohin die Energie dann soll. Nein, er will das auf dem Land und sogar von den Menschen auf dem Land weg in den Wäldern haben. Warum? – Weil das kein Mensch vor seiner Haustür haben will. Die Gesundheit leidet unter Infraschall, unter Schattenschlag und Lärmemissionen. Keiner will das haben. Auch für die Natur ist das kontraproduktiv; denn das Mikroklima in diesen Abholzungen wird natürlich wärmer; es wird also heißer. Es passiert also genau das Gegenteil von dem, was immer behauptet wird: Man tut das, um die Temperatur zu senken. – Nein, hier passiert genau das Gegenteil. Das heißt, Abholzung, Zerschneidung, Verdunstung, Temperatur sowie die Anfälligkeit gegenüber Wetterereignissen nehmen zu. Es ist ein Drama. Wenn man die Tiere anschaut, dann sieht man das nächste Drama: Fledermäuse, Vögel und Insekten werden hunderttausendfach – Insekten sogar millionenfach – jeden Tag vernichtet. Dabei ist das Ganze hochgradig ineffizient. Jeder Blick in den Klimaatlas eines Schülers – herzlichen willkommen heute auf der Tribüne da oben – zeigt das. Bayern ist ineffizient. Wir haben hier ganz geringe Windgeschwindigkeiten. Außerdem haben wir in Bayern einen tollen Tourismus; auch davon leben die Menschen. Zum Glück gibt es noch nicht zu viele Windräder. Vielleicht will man auch das vernichten. Wir als AfD wollen es nicht. Wir wollen es deshalb nicht, weil all die Trassen und Leitungen, die die Landschaft noch weiter zerschneiden und die Ökosysteme zerstören werden, erst alle noch kommen, meine Damen und Herren. – Deshalb sagen wir dazu Nein und Ja zu diesem Gesetzesentwurf. Wir gehen hier voran. (Beifall bei der AfD)
