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Barbara Becker

CSU 30.01.2025 Sitzungen 19/40

Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Anhaltende Unruhe – Glocke der Präsidentin) Herr Kollege Becher, auch ich habe Schulen aufgesucht. Insgesamt waren es bisher zehn. Ich war in Realschulen und in Mittelschulen. Ich lasse mir gerne Fragen stellen und mache Gruppenarbeit und fordere dazu auf, mir Fragen und Aufträge mitzugeben. Ich frage dort: "Was wollt ihr wirklich wissen?". Eine der ersten Fragen darauf war immer: "Was halten Sie von der AfD?". Darauf antworte ich: "Nicht wählen!" Dafür bekomme ich regelmäßig Riesenapplaus. Die zweite Frage ist oft: "Und was sagen Sie über die GRÜNEN?" Ich entgegne oftmals: "Schwierig", und frage meinerseits: "Was haltet ihr von ihnen?". Sie erwidern ihrerseits: "Wir haben gesehen: Die können es nicht. Uns ist Klimaschutz wichtig; aber wir wollen Klimaschutz, der funktioniert, der nicht den Wohlstand auf die Probe stellt." (Zurufe der Abgeordneten Volkmar Halbleib (SPD) und Gülseren Demirel (GRÜNE)) – Getroffene Hunde bellen. (Zuruf der Abgeordneten Anna Rasehorn (SPD)) Was wollen diese Jugendlichen? – Diese Jugendlichen wollen ihr Leben gut gestalten. Wenn ich im Besonderen auf die jungen Frauen eingehen darf, dann zeigt sich, es ist ein bisschen differenzierter, als Sie das darstellen. Ja, sie wollen Klimaschutz; aber sie wollen nicht ihren Wohlstand aufgeben. (Zuruf der Abgeordneten Gülseren Demirel (GRÜNE)) Ja, sie wollen Sicherheit; aber Ausländerfeindlichkeit ist ihnen fremd. Ja, sie wollen viel Erfolg im Beruf, aber sie wollen auch Familie. Deshalb ist es unser Job, den wir auch erfüllen, für gute Kinderbetreuung und einen guten Berufsaufstieg zu sorgen, und es ist nicht ausländerfeindlich, wenn wir für Sicherheit im Land sorgen. (Beifall bei der CSU) Mehrheitlich blicken die jungen Frauen zuversichtlich in die Welt. Trotzdem sagen sie: Ich weiß, dass rein statistisch die meisten Übergriffe im Bekanntenkreis passieren, aber ich habe ein komisches Gefühl, wenn ich nachts nach Hause gehe, im Schwimmbad, abends im Bus und in den öffentlichen Verkehrsmitteln bin. Was tut ihr hier? – Als CSU und FREIE WÄHLER werden wir mit unserer Kampagne "Bayern gegen Gewalt", die es schon länger gibt, und mit unserer Resolution "‚Respekt!‘ – Für ein besseres Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum" aktiv. Diese kommt bei den Frauen gut an, weil sie differenziert ist und vermittelt, wir geben euch Mittel in die Hand, um euch zu schützen und Prävention zu betreiben, aber auch klarstellt, dass wir Strafen verschärfen, die Polizeipräsenz an Brennpunkten erhöhen und die Präventionsarbeit verbessern. Das erwarten die jungen Frauen von uns, und hier liefern wir auch. Gerade junge Frauen haben ein wachsendes Bedürfnis nach mehr Sicherheit im öffentlichen Raum. Diesem Wunsch tragen wir Rechnung. Wer sich sicher fühlt, kann mit Zuversicht das eigene Leben und die Gesellschaft gestalten. Ein Gedanke noch: Wenn wir immer davon reden, dass Jugend die Zukunft ist und Zuversicht braucht, kann ich nur sagen, Jugend ist nicht nur die Zukunft, sondern auch schon unsere Gegenwart. Ich danke allen, die sich für Jugendliche und mit Jugendlichen in der politischen und allgemeinen Bildung, in den Jugendverbänden und in der offenen Jugendarbeit einsetzen, die Jugendliche fördern und sie ermutigen, ihr Leben zu gestalten; denn Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Das bleiben alle anderen schuldig. In der Beschreibung der Situation haben Sie oft recht. Natürlich gehen den Jugendlichen der Klimawandel sowie die wirtschaftlichen und globalen Krisen durch den Kopf, und sie fragen uns, was wir dagegen tun; aber wir müssen Antworten liefern und dürfen sie nicht mit ihren Ängsten im Stich lassen. Wer etwas kritisieren kann, hat eigentlich immer eine Idee, wie es anders sein könnte. (Johannes Becher (GRÜNE): So ist es! Sie lehnen sie aber ab!) Das bleiben Sie, Herr Becher, in Ihrer Beschreibung in aller Klarheit schuldig. (Johannes Becher (GRÜNE): Dann haben Sie wieder nicht zugehört! Es waren viele Ansätze dabei!) Deshalb haben Jugendliche kein Vertrauen mehr! (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Lassen Sie uns daher nicht nur über die Jugendlichen sprechen und für die Jugendlichen arbeiten, sondern mit ihnen sprechen und mit ihnen arbeiten. Das erwarten sie zu Recht, und wir tun das. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN)

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