Anna Rasehorn
Sehr geehrtes Präsidium, liebe Kolleg:innen der demokratischen Fraktionen! Wieder einmal bin ich als Letzte dran, bevor wir in die Abendpause gehen. Am heutigen Abend dürfen wir uns mit dem irrsinnigen Paradoxon auseinandersetzen: Auf der einen Seite hören wir immer von Ihnen, dass der Klimawandel überhaupt nicht existiert, dass er auch nicht menschengemacht ist, dass das Ganze nicht mehr sei als linksgrüne Panikmache und die Bürger:innen mit dem Argument des Klimaschutzes entmündigt werden sollen. Auf der anderen Seite stellen Sie aber jetzt hier den vor uns liegenden Antrag, in dem Sie massiv Geld in die Bekämpfung des angeblich frei erfundenen Klimawandels stecken wollen. Anstatt also die Ursachen zu bekämpfen und dafür zu sorgen, dass schlimme Ereignisse wie ein Hochwasser oder andere extreme Wetterereignisse erst gar nicht eintreten, wollen Sie jetzt mit Luftschlössern lediglich ein Papperl draufkleben. Es wäre genau so, als würde eine ältere Dame über eine Schwelle fallen, sich das Bein brechen und Sie würden ein Pflaster draufkleben, anstatt die Schwelle anzugehen. Wo sind denn Ihre Anträge zu Schwammstädten, zur Förderung der Landschaftspflegeverbände, zum Bau von Flutpoldern? – Habe ich vergessen, da sind Sie ja dagegen. Was erzählen Sie eigentlich den Bürgerinnen und Bürgern von Günzburg, die fast abgesoffen wären, weil wir da eben keinen Polder haben? Wo sind Ihre Anträge zur Aufstockung des Personals bei den Wasserwirtschaftsämtern, zur Wiedervernässung von Mooren, zur Renaturierung der Flüsse oder zum Waldumbau für Wasserrückhalte? Wir halten also fest: falsche Zuständigkeit, utopische Förderansätze, falsche Ansätze. Wir lehnen ab. Einen wunderschönen Abend! (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der SPD)
