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Marina Jakob

FREIE WÄHLER 10.12.2024 Sitzungen 19/36

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Laut der Studie "Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten" des Deutschen Jugendinstituts haben 87 % der 5- bis 11-jährigen Kinder in den letzten Wochen sehr viel gelacht und Spaß gehabt. Die Gruppe der 12- bis 32-Jährigen hat überwiegend eine sehr hohe Lebensfreude und Zufriedenheit und blickt positiv in die Zukunft. Wir in Bayern haben ein Herz für Kinder. Kinder sind immer im Mittelpunkt unseres politischen Handelns. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN sowie Abgeordneten der CSU) In Bayern gibt es unzählige Bausteine, (Volkmar Halbleib (SPD): Nicht Bausteine, sondern Baustellen!) die Kindern helfen und unterstützen und Bayern zu einem schönen Land für Familien mit Kindern machen. Auch wenn die Regelungen zum Bayerischen Familiengeld geändert wurden, ist zu bemerken: Wir haben die Mittel nicht gekürzt, sondern nur umgeschichtet. Familien bekommen immer noch 3.000 Euro als Kinderstartgeld. Das sind 3.000 Euro, die es in keinem anderen Bundesland gibt. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN sowie Abgeordneten der CSU – Zuruf des Abgeordneten Maximilian Deisenhofer (GRÜNE)) Auch den Anspruch auf die Ganztagsbetreuung setzen wir ab 2026 ab der ersten Klasse konsequent um. Ja, wir Bayern waren kein Fan dieser Verpflichtung, die uns der Bund übergestülpt hat; aber wir setzen sie zusammen mit den Kommunen um und tun alles Mögliche, um den Kindern einen guten Lernaufenthalt und einen schönen Nachmittag zu bieten. Liebe Melanie Huml, auch mit diesem Thema beschäftigen wir uns in der Kinderkommission aktuell ganz intensiv: Wie kann es in der Ganztagesklasse aus der Sicht der Kinder schön sein? Wie kann man dort einen schönen Tagesaufenthalt haben? – Das ist uns ein wichtiges Anliegen. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU) Wir haben in Bayern unterschiedliche Förderprogramme, um die Chancengleichheit zu stärken, zum Beispiel das Programm "Schule macht stark". Wir fördern auch einen noch stärker nach den Leistungsprinzipien und nach dem Können der Kinder differenzierten Unterricht. Ich danke hier unserer Kultusministerin Anna Stolz, die tatsächlich noch individueller auf die jeweiligen Stärken der Kinder eingehen wird. Wir haben in Bayern ein differenziertes und ganz tolles Schulsystem. Es ist möglich, dass ich, auch wenn ich in der fünften Klasse nicht so stark oder ein Mittelschulkind bin, es immer noch zu einem Abitur schaffen, immer noch studieren und dann eine tolle Ausbildung, einen tollen Beruf machen kann. Ich glaube, das anerkennt man zu wenig: Unser Bildungssystem in Bayern bietet alle Möglichkeiten. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU) Gehen wir noch einmal zu den frühen Hilfen zurück: Ich durfte mich vor Kurzem bei der Koordinierenden Kinderschutzstelle informieren. Das ist ein ganz tolles Netzwerk zum Wohle der Kinder und Familien. Dort kann man sich gerade in den ersten Lebenswochen eines Babys, in denen man manchmal mit den Nerven wirklich am Ende ist, Hilfe holen. Man steht, staatlich unterstützt, den Müttern, den Vätern, den Familien zur Seite, wenn sie einfach mal nicht mehr können. Es ist auch legitim, dass man mit einem kleinen Baby, mit einem Kleinkind mal nicht mehr kann. Sich da Hilfe zu holen, ist wirklich keine Schande. Wir bieten diese Hilfe an. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU) Frau Kollegin Rauscher, Sie haben die immer noch fehlenden Betreuungsplätze angesprochen. – Ja, mag sein. Aber was ist denn das Problem? – Das Problem ist, dass wir qualifiziertes Personal nicht einfach aus dem Boden stampfen können. Es ist einfach nicht da. Ich möchte hier allen Quereinsteigern danken, die sich bereit erklärt haben, in einem Kindergarten zu unterstützen. Überall, wo ich hinkomme, gibt es Quereinsteiger. Oft sind es Mütter, die nach längerer Pause wieder in den Beruf einsteigen und sagen, meine Kinder sind jetzt schon groß, ich möchte wieder mit kleinen Kindern arbeiten und im Kindergarten helfen. Auch wenn sie vielleicht nicht die pädagogische Ausbildung bis ins letzte Detail haben, die Kinder lieben sie; sie lesen den Kindern vor. Sie sind wirklich eine gute Ergänzung zum Fachpersonal in den Kindertagesstätten. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU) Ich möchte jetzt auch noch unsere Kommunen loben. Die Bürgermeister und die Gemeinderäte tun alles Menschenmögliche, um genügend Betreuungsplätze zu schaffen. Manchmal gibt es aber einfach nicht vorhersehbare Ereignisse. Die vielen ukrainischen Flüchtlingskinder, die in unser Land gekommen sind, haben alle einen Betreuungsplatz gebraucht. Man kann nicht alles vorhersehen. Herzlichen Dank den Bürgermeistern, die immer bemüht sind, genügend Betreuungsplätze zu schaffen. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU) Zum Schluss möchte ich uns allen eine schöne Adventszeit wünschen. Allen viel Spaß beim Blick in die leuchtenden, strahlenden Kinderaugen an Weihnachten, die schauen, ob das Christkind schon da ist. Ich glaube, das macht die Weihnachtszeit aus. Liebe Kollegin Rauscher, ich möchte Ihnen da auch recht geben.

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