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Bernhard Heinisch

FREIE WÄHLER 24.10.2024 Sitzungen 19/31

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zunächst auf unsere Zukunft, nämlich auf unsere lieben Kinder eingehen. Die Beteiligung und Einbindung unserer Kinder und Jugendlichen in unsere Freiwilligen Feuerwehren muss sorgfältig, behutsam und vor allem altersgerecht erfolgen. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN) An dieser Stelle gilt mein großer Dank allen ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und natürlich auch Feuerwehrfrauen, die sich der Kinder- und Jugendarbeit verschrieben haben und unsere Blaulichthelden von morgen ausbilden. Dafür ein herzliches Dankeschön von der Fraktion der FREIEN WÄHLER! (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN) Eine schrittweise Heranführung an die vielfältigen Aufgaben muss mit viel Bedacht erfolgen. Die komplette Tragweite der Leistungen, die unsere ehrenamtlichen Mitglieder der Feuerwehren erbringen, die Zeit, die sie dafür aufwenden, und die körperlichen und psychischen Belastungen, denen sie bei den Einsätzen ausgesetzt sind, sind unseren Jüngsten noch nicht bewusst. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das dürfen wir nicht unterschätzen. Unsere aktiven Feuerwehrleute tragen eine sehr hohe Verantwortung für die Mitmenschen in unserer Gesellschaft, aber auch für ihre Familien und nicht zuletzt für sich selbst. Hierfür muss sich bei den Kindern erst allmählich ein Bewusstsein entwickeln. Kindern wird in der Regel erst ab dem Alter von 12 Jahren zugemutet, zunehmend selbst Verantwortung zu übernehmen. In der Jugendfeuerwehr finden bereits Übungen statt, die mit zehn- bis elfjährigen Kindern schwer durchführbar wären. Diese Kinder sind in einer Kinderfeuerwehr besser aufgehoben. Wir dürfen unsere Kinder nicht überfordern, und wir dürfen sie nicht verheizen, sonst erreichen wir nämlich das Gegenteil, und sie kehren der Feuerwehr frühzeitig den Rücken. Das wollen wir auf gar keinen Fall. Wir sollten die Kinder spielerisch an die Aufgaben heranführen und sie so für den freiwilligen Dienst bei unseren Feuerwehren begeistern. Auch in der heutigen Zeit muss es noch erlaubt sein, Kind zu sein. Sollten sich die Kinder und Jugendlichen dann ab einem gewissen Alter schwerpunktmäßig für andere Freizeitaktivitäten oder Ehrenämter entscheiden und ihren aktiven Dienst in der Feuerwehr niederlegen, so ist das ihre freie Entscheidung und ihr freier Wille. Wir FREIEN WÄHLER stehen für den mündigen Bürger und halten es für falsch, unsere Kinder aus der Not heraus in eine bestimmte Richtung zu drängen. Nicht jeder ist für den aktiven Dienst der Feuerwehr geschaffen. Wir brauchen auch in anderen Bereichen ein starkes Ehrenamt. Selbstverständlich müssen wir diejenigen unterstützen, die sich in der Feuerwehrfamilie gut aufgehoben fühlen. Dafür ist es aber völlig ausreichend, flächendeckend Kinderfeuerwehren zu etablieren und damit einen Anreiz für unsere Blaulichter von morgen zu schaffen. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN) Wer mit 10 Jahren mit Feuer und Flamme bei der Kinderfeuerwehr aktiv ist, der wird vermutlich auch mit 12 Jahren noch sein. So bleibt noch genügend Zeit, sich bis ins Rentenalter aktiv bei den Feuerwehren einzubringen. Herr Kollege Norbert Dünkel hat bereits ausgeführt: Die Abschaffung der Altersgrenze von 65 Jahren haben wir FREIEN WÄHLER gemeinsam mit der CSU schon vor einiger Zeit angeregt. Hierzu wird aktuell ein Gesetzentwurf der Staatsregierung ausgearbeitet. Dieser Gesetzentwurf soll noch in diesem Jahr in einem Durchlauf mit dem Ministerrat behandelt werden. Deshalb lehnen wir FREIEN WÄHLER den Gesetzentwurf der SPD ab. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN)

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