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Christian Zwanziger

GRÜNE 24.10.2024 Sitzungen 19/31

Ich werde die fünf Minuten nicht ausschöpfen. – Frau Ministerin Kaniber, ich glaube, ich muss mehr Anfragen stellen. Mein Name ist an sich nicht komplex, aber das kriegen wir in den nächsten fünf Jahren schon noch hin, vor allem dann, wenn Sie so stoisch, wie Sie das betonen, an der Beschneiung aus Steuergeld festhalten wollen. Sie haben die Zahlen wiederholt, die Sie in der Sendung "Hart aber fair" verwendet haben. Sie sagen, Bayern beschneit doch nur wenig, nur 25 % der Pisten. – Sie haben wahrscheinlich, gut informiert durch Ihr Haus, wahrgenommen, dass es nach der Sendung "Hart aber fair", in der Sie die Zahlen verwendet haben, einen BR-Faktencheck durch den Faktenfuchs zusammen mit dem DAV gegeben hat. Der Faktencheck kommt zu dem Fazit, dass die Zahlen, die Sie für die Pisten, die beschneit werden, verwenden, aus den 2000er-Jahren sind; die Pistenfläche ist also unterschätzt. Bei der beschneiten Fläche kommt der DAV in Kooperation mit dem BR-Faktenfuchs zu dem Ergebnis einer Unterschätzung. Wir können es uns also schönreden; das habe ich vorhin auch gesagt. Man kann sich alles schönreden und schönmalen. (Zuruf: Herr Habeck!) Man kann so tun, als ob sich die Welt nicht verändere. Ich würde auch nicht sagen, man solle in Bayern nicht mehr Ski fahren. Das hat niemand behauptet. Wir werden in Bayern weiter Ski fahren. Damit wir in Bayern aber gut Ski fahren können, ist der Klimaschutz das A und O – und nicht, mit Steuergeld weitere Schneekanonen zu fördern. (Beifall bei den GRÜNEN) Was passiert denn? – Wir beide können das Wetter nicht kontrollieren, wir beide können das Klima nicht kontrollieren. (Michael Hofmann (CSU): Deshalb haben Sie jetzt Extraredezeit gebraucht?) Was passiert denn, wenn in einem Winter, weil die Temperaturen passen, die Beschneiungsanlagen die Grundbeschneiung schon im November hinkriegen? Es kostet doch richtig Geld, wenn dann vielleicht ein- oder zweimal in einer Saison die Grundbeschneiung wegschmilzt. Dann haben wir die Situation, dass Gebiete wie die Jennerbahn, die durch das bayerische Förderprogramm gefördert worden sind, ihren Winterbetrieb einstellen, die Beschneiung und den Skibetrieb einstellen. (Staatsministerin Michaela Kaniber: Das ist meine Heimat! Das stimmt nicht, was Sie sagen!) Das ist absehbar, wenn man die Klimadiagramme liest. Gegen den Klimawandel werden es immer mehr Schneekanonen nicht bringen. Wenn wir uns hier jetzt alle so einig sind, (Michael Hofmann (CSU): Eigentlich nicht!) dann erwarte ich schon, dass sich bei den Themen Mobilität, Nichtabschieben von Fach- und Arbeitskräften, Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung von nachhaltigem Tourismus etwas tut. Wie gesagt, Kongresstourismus steht weiterhin nicht im Haushalt; ich kann das nicht sehen. Was mir nicht gefällt, das sind die Sonntagsreden. Ich bin mir mit Herrn Holz gerne einig; das ist schön und gut. Es muss sich aber doch einmal etwas ändern. Man muss doch einmal sehen, dass die Bayerische Staatsregierung bereit ist, die Tourismusstrategie von 2010 vielleicht nach vorne zu entwickeln und vielleicht nicht an allem festzuhalten, was der Kollege Aiwanger gemacht hat. Arbeiten Sie deswegen bitte mit den existierenden Zahlen. Es hilft halt nicht, immer die gleichen Zahlen vorzubeten. (Beifall bei den GRÜNEN)

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