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Ralf Stadler

AfD 24.10.2024 Sitzungen 19/31

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kollegen! Tourismus in Bayern – eine Erfolgsgeschichte der CSU. – Wer’s glaubt, wird selig. Betrachten wir den Landkreis Freyung-Grafenau einmal genauer. Dort sieht die Erfolgsstory des Tourismus ganz anders aus. Das Skizentrum Mitterdorf, ein Millionenprojekt, sollte eine Chance für die gesamte Region sein. Insgesamt sollen 20 Millionen Euro investiert werden – Stand 2022, Tendenz steigend. Fast 14 Millionen Euro kostet die Sechser-Sesselbahn am Großen Almberg, die den Sommerbetrieb unterstützen und einen ganzjährigen Tourismus ermöglichen könnte. Außerdem bestünde die Möglichkeit, die umliegende Gemeinde Mauth mit Annathal in das Tourismuskonzept einzubeziehen. Doch was passiert? – Die CSU blockiert sinnvolle Ideen und verweigert jede Zusammenarbeit. Wir haben eine Zufahrt zur Talstation gefordert – eine einfache, kostengünstige Lösung, die sowohl den Touristen als auch der lokalen Wirtschaft zugutekäme. Doch stattdessen werden die Bürger systematisch belogen. Herrn Aiwanger wurde gesagt, dass diese Zufahrt in den Plänen bereits enthalten sei. Das ist aber schlichtweg falsch, und das wissen die Verantwortlichen ganz genau. Herr Aiwanger weiß wahrscheinlich gar nicht, dass er belogen wurde. Irgendetwas mit den CSU-Landräten in Niederbayern stimmt nicht. Der eine in Passau spielt sich auf, als wäre er Konfuzius höchstpersönlich. Er übergeht den Ersten Bürgermeister frei nach dem Motto: Konfuzius Kneidinger sagt: Wenn der Erste Bürgermeister nicht pariert, übernimmt der Zweite. Dabei versucht Bürgermeister Fundke aus Bad Griesbach nur, den Luftkurort für den Tourismus, nicht für den Migrationstourismus zu erhalten. Deshalb Respekt vor Herrn Fundke! (Beifall bei der AfD) Meine Damen und Herren, was passiert in Freyung? – Dort sieht es nicht viel anders aus. Obwohl Landrat Gruber bereits im März den Schmähpreis "Bock des Jahres" bekam, bastelt er ungeniert an seiner eigenen Welt weiter, einer Welt, in der er alles selber kontrollieren kann. Auf den Vorschlag, das Wintersportzentrum mit Sommerbetrieb in ein Freizeitzentrum umzubenennen, hat er nicht geantwortet. Der Vorschlag, am Großen Almberg das Gleitschirmfliegen zu ermöglichen, dem übrigens Herr Wirtschaftsminister Aiwanger zugestimmt hat, wurde vom "Bock des Jahres" einfach abgewimmelt. Er sagt, ein Gleitschirmstartplatz könnte wegen der Seilbahn nicht genehmigt werden. Anscheinend ist der Tourismusexperte noch nie im Alpenvorland gewesen. Dort existieren Seilbahnen und Gleitschirmstartplätze überall nebeneinander. In den Bergen ist das Normalität. Übrigens: Zulassungen für den Gleitschirmflugbetrieb erteilt der weltweit größte Dachverband für Gleitschirm- und Drachenflieger, der Deutsche Hängegleiterverband, nicht irgendein CSU-Landrat, der sich als Hobbyexperte aufspielt. Aktuell verzeichnet der Verband rund 40.000 Mitglieder, 20.000 sind in 320 Vereinen organisiert. Die Zahlen sprechen doch eine klare Sprache für die Aufnahme in das Tourismuskonzept. Die Sechser-Sesselbahn am Großen Almberg kostet circa 11,39 Millionen Euro, dazu kommen Pistenverbreiterungen und die Ertüchtigung der Beschneiungsanlagen. Das Wichtigste: Eine Zufahrt zur Talstation für den geplanten Sommerbetrieb fehlt. Sie haben richtig gehört. Sinnvolle Innovationen zur Ankurbelung des Tourismus werden im Millionenprojekt Mitterdorf nicht integriert. Mehr noch: Bereits angekündigte Freizeitangebote, die im Kostenplan aufgeführt waren, wurden einfach gestrichen. Wenn die CSU die Augen vor der Realität verschließt, kann es schon einmal passieren, dass man eine Zufahrt zur Talstation und damit die Einbindung der Ortschaft Annathal in die Gemeinde Mauth vergisst. Anstatt das zu korrigieren, verkriecht sich der CSU-Landrat hinter seinem "Bock des Jahres" und hofft, dass es keiner merkt. Am Ende bleiben diejenigen, die auf diese Infrastruktur angewiesen sind, im Regen stehen. Aber es ist noch nicht zu spät, um das Ganze wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Dazu muss Annathal der Gemeinde Mauth ins Tourismuskonzept eingebunden werden. Der Sommerbetrieb mit Angeboten wie dem Gleitschirmfliegen muss realisiert werden. Damit bekommt die Region die Chance, die sie verdient. Die Menschen vor Ort können endlich langfristig nach vorne schauen. Tourismus ist nicht nur ein nettes Freizeitvergnügen, er bringt den Leuten Arbeit, Einkommen und eine Zukunftsperspektive. Es liegt an Ihnen, ob Sie den Tourismus in Freyung-Grafenau zu einer wirklichen Erfolgsstory machen oder sich weiterhin mit solchen Inszenierungen wie heute zur Schau stellen. (Beifall bei der AfD)

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