bayern.landtag.de ↗

Ruth Müller

SPD 16.10.2024 Sitzungen 19/30

Sehr geehrte Frau Ministerin, wofür steht denn eigentlich das "S" in der CSU? Die Frage habe ich mir bei Ihrer Rede jetzt schon gestellt. Wenn ich Ihnen genau zugehört habe, wollen Sie in der künftigen EU-Agrarpolitik wohl keine soziale Konditionalität haben. Das heißt aber auch, dass es Ihnen egal ist, unter welchen Bedingungen beispielsweise Wanderarbeiter in Spanien Tomaten anbauen, pflegen, pflücken, ernten. Ihnen ist es egal, ob die Menschen genug Geld verdienen, wenn sie in der Landwirtschaft arbeiten. Wer Respekt für die Arbeit der Landwirte fordert, der muss auch den Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, Respekt entgegenbringen. Da ist es egal, ob das die Frau ist, die auf dem Gurkenflieger liegt, oder ob es eben der Schlachthofmitarbeiter ist, der die Schweine zerlegt. Das gehört alles zur sozialen Konditionalität dazu, dass es uns eben nicht egal sein kann, unter welchen Bedingungen gearbeitet wird. Wenn Sie dann von Umverteilung und Bürgergeld reden, haben Sie eben auch nicht verstanden, was eine soziale Politik in der Landwirtschaft wirklich bedeuten würde. (Widerspruch bei der CSU) Das hat im Übrigen auch die Deutsche Bischofskonferenz festgestellt, –

Alle Reden von Ruth Müller Protokoll ↗