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Anna Rasehorn

SPD 08.10.2024 Sitzungen 19/29

– sondern auch noch günstiger sind als die Schäden, die das Hochwasser bringt? Ja, in Bayern tun wir tatsächlich viel für den Hochwasserschutz, aber es dauert ehrlicherweise ein bisschen lang. Ich erinnere daran, dass die Bayerische Staatsregierung vor mehr als zwei Jahrzehnten, nach dem Beschluss des Baus von sieben großen Flutpoldern zum Schutz vor extremen Hochwassern erst zwei dieser Projekte verwirklicht hat. Im Jahr 1999 stand meine Heimatstadt Augsburg unter Wasser. Ich war damals sieben Jahre alt. Damals haben wir uns zusammen auf den Weg gemacht, tatsächlich einen natürlichen Hochwasserschutz zu implementieren, indem wir die Wertach renaturiert haben. Wir befinden uns jetzt im letzten Bauabschnitt. Jetzt bin ich aber schon 33 Jahre alt, und mein Sohn wird in vier Jahren sieben. Liebe Leute, das dauert einfach leider viel, viel zu lange. Bei dem Hochwasser haben wir auch gesehen, was passiert, wenn der Schwamm Allgäu durch den Regen vollgesogen ist, wenn der Naturschutz hier eben nicht mehr funktioniert und nicht mehr Wasser auffangen kann. Bayern war und muss wieder Moorland werden. Für die bayerische Natur sind die Moore ebenso charakteristisch wie unverzichtbar; denn sie sind nicht nur unser CO -Speicher wie unsere Wälder. 7 % der Treibhausgase in Deutschland entstehen durch entwässerte Moore. Moore sind auch Wasserspeicher. Ein Hektar Moorgebiet kann bis zu 5,6 Millionen Liter Hochwasser aufnehmen. Ein Kilogramm Torfmoos kann bis zu 30 Liter Wasser aufnehmen. Wir brauchen also mehr Mittel für den Moorschutz. (Unruhe)

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