Markus Walbrunn
Herr Vizepräsident, meine Damen und Herren! Herzlichen Dank für die freundlichen Worte, Herr Hofmann. Ich habe Sie in der Sommerpause auch vermisst; es ist schön, dass Sie auch persönlich ein bisschen auf mich eingegangen sind. Es gibt auch keinen Grund, so mürrisch zu sein. Rituale sind wichtig. Sie ordnen unser Leben, besonders in unbeständigen Zeiten. Auch beim Ministerpräsidenten scheint diese Erkenntnis noch nicht ganz angekommen zu sein. Er hat extra in seiner Rede vor der Sommerpause hervorgehoben, wie sehr ihn doch unsere ständigen AfD-Kandidaturen für den Vizepräsidenten nerven. Das war taktisch vielleicht nicht der klügste Zug. Ich kann ihn ehrlich gesagt auch nicht verstehen, weil er eh fast nie da ist. Wenn die paar Euro ein Problem sind, die er jetzt wegen Nicht-Abstimmung wieder verliert, dann können wir vielleicht einmal eine Kollekte starten; oder Sie wählen einfach einmal unsere Kandidaten. Das wäre auch eine Lösung des Problems und in meinen Augen die demokratisch beste. (Beifall bei der AfD) Sie haben angekündigt, dies nicht zu tun. Damit bleibt es eben bei dem fast allwöchentlichen Ritual. Klar, ein Ritus lebt von der Wiederholung; das kann auch einmal den einen oder anderen ermüden. Woche für Woche stellen wir sachlich korrekt fest, dass wir einen verfassungsrechtlichen Anspruch auf einen Platz im Präsidium haben, auch wenn Sie es nicht hören wollen. (Michael Hofmann (CSU): Das stimmt nicht! Das ist falsch!) – Es ist schon so. Es gilt das Spiegelbildlichkeitsprinzip. (Tanja Schorer-Dremel (CSU): Hier vorne wird nicht gelogen! – Michael Hofmann (CSU): Sie lügen das Volk an! – Weitere Zurufe von der CSU) – Ganz ruhig, ganz ruhig!
