bayern.landtag.de ↗

Markus Striedl

AfD 03.07.2024 Sitzungen 19/24

Sehr geehrter Herr Präsident, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Das Pferd ist tot. Es ist nicht nur tot, sondern, wenn wir ehrlich sind, gab es nie wirklich ein Pferd. Es war eher die Idee eines Pferdes mit drei Beinen und einer Handbremse. Außerdem hat das Vieh noch dreimal so viel gefressen wie ein anderer Gaul. (Beifall bei der AfD) Jetzt stehen gut 5 Millionen Euro an Planungskosten im Raum. Keine Frage, das ist ein Haufen Geld, aber es ist immer noch besser, als 60 Millionen Euro für etwas auszugeben, was bereits da ist, nämlich eine ÖPNV-Verbindung durch den Englischen Garten. Die genannten 60 Millionen Euro betreffen die aktuelle Planung. Wir wissen aber alle, dass die Kosten des Bauvorhabens gerne einmal das Doppelte oder mehr betragen können. Kommen wir zurück auf das bisherige Angebot. Viele wissen es nicht, aber man höre und staune: Die Verbindung mit gleicher Fahrzeit ist bereits durch einen Bus gegeben. Das Ganze reicht einer links-grün-woken Verkehrspolitik natürlich nicht. Es muss eine Straßenbahn sein, und weil man schon recht früh erkannt hat, dass das Pferd von Grund auf lahmt, wurde gleich einmal eine Straßenbahn ohne Oberleitung mit dem Lieblingsspielzeug von Links-Grün, dem Akku geplant. Die Mehrkosten für diese Fahrzeuge sind übrigens in den genannten 60 Millionen Euro nicht einmal enthalten, genauso wenig wie die erhöhten Unterhaltskosten und der Wiederverkaufsverlust; denn die Batterieausrüstung von Straßenbahnen wird dir niemand beim Wiederverkauf bezahlen. So einen Schmarrn braucht außer Rot-Grün in München einfach niemand auf dem Planeten. (Beifall bei der AfD) Nun einmal zu einem kleinen Zwischenspiel. Bei einer Trassenlänge von 800 m und wohlwollend geschätzten Kosten in Höhe von 60 Millionen Euro kostet der Meter Trasse – wer ist gut im Kopfrechnen? – stolze 75.000 Euro. Aktuellen Meldungen zufolge – der Kollege von der CSU hat es bereits angesprochen – muss die Stadt München schlappe 150 Millionen Euro einsparen. Ich denke, mit der Verhinderung dieser fragwürdigen Maßnahme können wir durchaus einen Beitrag für den Haushalt der Stadt München leisten. (Beifall bei der AfD) Das Einzige, was man der Staatsregierung vorwerfen kann, ist der Umstand, dass sie in dieses Projekt auch nur ansatzweise eingestiegen ist und es in Erwägung gezogen hat, dafür Hunderte Millionen Euro Steuergeld zu verbraten. Wie immer es sei, letztlich hat Rot-Grün die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es reicht schon, wenn Sie die Stadt München mit Ihren haarsträubenden politischen Ideen belästigen und unser Land in Berlin zum schlechtesten Deutschland seit 1945 gemacht haben. Nun ist es schon spät. Wir wollen alle nach Hause. Ich denke, das Beste, was man mit einem solchen Antrag machen kann, ist, ihn gegen Lebenszeit einzutauschen. Deshalb werde ich meine Redezeit nicht voll ausschöpfen. Akzeptieren Sie bitte endlich, dass dieses Projekt gescheitert ist, ebenso wie Ihre Politik im Gesamten gescheitert ist. (Beifall bei der AfD)

Alle Reden von Markus Striedl Protokoll ↗