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Doris Rauscher

SPD 03.07.2024 Sitzungen 19/24

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich sehr, dass die Kinderkommission heute wieder eingesetzt wird und wir das hoffentlich – davon gehe ich aus – heute auch so beschließen. Es ist die vierte Legislaturperiode, in der der Bayerische Landtag eine KiKo hat, und die dritte jetzt dann, in der auch ich auf Vorschlag meiner Fraktion Mitglied sein darf. Das freut mich sehr. Das Besondere an der KiKo ist ja tatsächlich – es wurde gerade schon erwähnt –, dass wir uns über kinder- und jugendpolitische Anliegen über den Fraktionsproporz hinaus austauschen. Jede Fraktion hat einen Sitz, jede Fraktion hat eine Stimme, und das bereichert unseren parlamentarischen Alltag sehr, finde ich. Deswegen bin ich ganz persönlich einfach auch gern wieder dabei. In der KiKo haben wir als Abgeordnete erfahren, was gut läuft in Bayern. Aber wir haben auch erfahren, was nicht so gut läuft. Davon zu hören, ist ja auch wichtig. Die Sitzungen der KiKo sind immer unglaublich vollgepackt gewesen mit wichtigen Themen, mit Fachexpertise und mit Austausch. Ganz besonders in Erinnerung habe ich zum Beispiel noch Schülerinnen und Schüler, die so emotional und mit großer Betroffenheit eindrücklich berichtet haben, wie sehr die psychischen Probleme ihrer Freundinnen und Freunde in ihrem Umfeld zugenommen haben, oder auch die Schilderung von Eltern von behinderten Kindern oder Jugendlichen, die dargelegt haben, mit welch zahlreichen Hürden sie im Alltag konfrontiert werden und wie schwer dadurch manchmal ihr Leben mit einem behinderten Kind im Alltag aussieht. Tanja Schorer-Dremel hat schon den Austausch erwähnt und die Kontakte, die wir nach New York pflegen durften. Das war eine sehr große Bereicherung. Wir haben uns intensiv mit dem Thema Kinderrechtskonvention auseinandergesetzt, das Abkommen mit der höchsten Akzeptanz weltweit, das Abkommen, welches uns dazu verpflichtet, das Wohl des Kindes bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, in den Mittelpunkt zu stellen. Wir hatten aber auch national ein tolles Netzwerk mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Ländern und mit der Bundes-KiKo. All das sind unsere Aufgaben, die wir bisher immer sehr ernst genommen haben, und all das ist auch unsere Verantwortung. Ich möchte an dieser Stelle nochmals deutlich machen, dass wir in der Kinderkommission bisher eine tolle Kollegialität, eine tolle Atmosphäre und eine sehr gute und wertschätzende Zusammenarbeit hatten. Ein bisschen fühlt es sich so an, als würde ich als Einzige übrig bleiben. Ich werde tatsächlich ein bisschen wehmütig, liebe Tanja Schorer-Dremel, lieber Johannes Becher oder auch liebe Gabi Schmidt, die ich jetzt gar nicht sehe. Ein Teil von uns ist schon seit 2013 dabei gewesen. Es war meistens eine sehr gute Dynamik. Ich freue mich auf die neuen Kolleginnen und Kollegen und hoffe, dass wir da anknüpfen können und dass es so gut weitergeht, wie das bisher der Fall war. Meinen herzlichen Dank noch mal an dich, liebe Tanja. Du hattest immer den Vorsitz. Am Anfang hatte ich den Stellvertreterposten. Wir haben einiges auf den Weg gebracht, wobei ich mir immer noch mal ein bisschen mehr wünschen würde, mehr gemeinsame Positionspapiere wie zum Beispiel zum Thema Kinderhospiz. Aber wir können uns vielleicht in der neuen Konstellation mal überlegen, wie wir künftig zusammenarbeiten wollen. Abschließend ein Satz aus "Der kleine Prinz", der so recht hat mit seinem Satz, dass Kinder mit den großen Leuten viel Nachsicht haben müssen. – Der KiKo möchte ich mit auf den Weg geben: Wir haben es in der Hand, wie viel Nachsicht die Kinder mit uns haben werden. – Ich freue mich auf die neue KiKo. (Beifall bei der SPD, der CSU und den FREIEN WÄHLERN)

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