Christian Zwanziger
Sehr geehrter Herr Kollege Meyer, erst mal Glückwunsch zur ersten Rede. Ich unterstelle Ihnen wirklich nicht, persönlich für das Geschäftsgebaren verschiedener Servicegesellschaften irgendwie verantwortlich zu sein. Ich bin aus Erlangen, und mir geht es darum, ob wir bei Gesellschaften, die zu 51 % jeweils einer staatlichen Uniklinik gehören, als Freistaat eine Meinung dazu haben, wie man mit Beschäftigten umgeht. Es geht ausdrücklich nicht darum, sich in einen Tarifstreit einzumischen. Sie haben Erlangen zitiert. Im Fall Erlangen hat die Klinik Service GmbH mehrfach erfolglos dagegen geklagt, dass Ver.di-Mitglieder streiken dürfen. Dreimal hat das Gericht gesagt, Ver.di darf natürlich streiken. Ver.di und IG Bau haben geklärt, dass Ver.di Tarifverträge aushandeln darf. Mir geht es einfach darum, fristlose Kündigungen, Bespitzelung am Arbeitsplatz, Bespitzelung während des Streiks zu verhindern. Ich möchte nicht, dass wir als Freistaat, wo wir mittelbar Arbeitgeber sind, so mit Beschäftigten umspringen, noch dazu in einem Bereich, in dem wir auf das Personal angewiesen sind. Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Vielen Dank, Herr Zwanziger.
