Andreas Jurca
Werter Kollege Behringer, meine Zwischenbemerkung bezieht sich auf die immerwährenden Unterstellungen hinsichtlich der Russlandkontakte. Ich finde es schon irgendwie amüsant, dass wir anscheinend so wichtig sind und einen derartigen Einfluss auf Putin zu haben scheinen. Ich finde auch die Unterstellung, wonach die Wahl in Russland ohne die AfD-Wahlbeobachtung nicht möglich gewesen wäre und die Russen ohne uns gar nicht hätten wählen können, sehr interessant. Die Sache ist folgende: Wir sollten jetzt wirklich einmal ernsthaft und nicht so infantil reden. Wir reden von einer Konfliktlage in Europa, die sich zuspitzt. Ich finde es moralisch durchaus verwerflich, wenn wir dafür verurteilt werden, dass wir uns für Frieden einsetzen. Wir werden automatisch als Russlandknechte betitelt. Unsere Intention ist es eigentlich, deutsche bzw. bayerische Interessen zu vertreten. Was ist daran verwerflich, wenn wir günstige Energiequellen wie beispielsweise das Gas haben möchten? Das ist doch gar kein Problem. Im Übrigen war Herr Ministerpräsident Söder – soweit ich mich erinnere – das letzte Mal im Jahr 2020 in Moskau. Ich meine: War Putin damals demokratisch, ist er es jetzt nicht mehr, oder wie ist das jetzt? (Beifall bei der AfD – Thomas Huber (CSU): Es hat sich etwas Entscheidendes verändert!)
