Prof. Dr. Ingo Hahn
Geschätzter Herr Vizepräsident, geschätzte Damen und Herren! Auch ich bin froh, dass ich mich jetzt durch die zusätzliche Zeit noch dazu äußern kann. (Florian von Brunn (SPD): Wir aber nicht!) – Herr von Brunn, ich habe keine Wärmepumpe eingebaut. Ich glaube, so geht es auch vielen anderen Menschen. Sie als Besserverdiener können sich das vielleicht leisten. Für die meisten Bürger in diesem Land ist es leider nicht wirtschaftlich. (Beifall bei der AfD – Florian von Brunn (SPD): Dafür brennt euch der Hut!) Lassen Sie uns nun aber zu einer sachlichen Diskussion kommen. Herr Minister Glauber, ich möchte kurz auf das eingehen, was Sie hier gesagt haben. Sie haben hier wieder ein Horrorszenario in den Raum gestellt. Es wird wärmer, und zwar um 5 Grad. Wissen Sie, was 5 Grad wärmer bis zum Ende des Jahrhunderts bedeutet? Meine Frage lautet: Glauben Sie das, was Sie hier sagen, denn eigentlich selbst? – Das glaubt kein Mensch. Wenn man sich diese Modelle ansieht, stellt man fest, dass jedes etwas anderes besagt. Sehen Sie sich doch einmal die Modelle des IPCC an. Diese variieren von 1,5 Grad oder darunter bis zu 4,5 Grad. Ihr Szenario ist die Ausnahme. Es ist noch nicht einmal bei den Modellen dabei, und jeder weiß, dass die Modelle genau das ausspucken, womit man sie füttert. Wenn man weiß, wer diese Organisationen finanziert – wir hatten eben das Beispiel des PIK Potsdam –, dann weiß man auch, was hinterher herauskommen soll. (Florian von Brunn (SPD): Wir wissen, wer Sie finanziert! Russland und China finanzieren Sie!) Deshalb sage ich Ihnen ganz ehrlich: Machen Sie als Regierungsmitglied den Leuten hier keine Angst! Springen Sie nicht über das grüne Stöckchen, das Ihnen Frau Schulze hier hinhält; denn es wird keine schlimme Zukunft geben. (Beifall bei der AfD) Einmal etwas aus ökologischer Sicht, weil ich ausgebildeter Ökologe bin: Hier wird immer das Artensterben, gerade von den GRÜNEN und Herrn Stümpfig, propagiert. Wenn Sie wirklich etwas für Artenvielfalt, sprich für Artenreichtum tun wollen, dann seien Sie froh darüber, wenn es etwas wärmer wird; (Zuruf des Abgeordneten Florian von Brunn (SPD)) denn je wärmer ein Klima bzw. eine Region ist, desto größer wird die Artenvielfalt. Das können Sie weltweit beobachten! (Beifall bei der AfD) Wer kein Bienensterben will, freut sich über wärmere Temperaturen, freut sich genauso über Temperaturen wie heute. Ende April ist es wieder einmal sehr, sehr kalt. Gerade hatten wir wieder Frost und Schnee. (Petra Högl (CSU): Klimawandel!) Hier hätte ich auch eine Bitte an unsere Medien, die jetzt leider nicht mehr hier sind, aber an den Bayerischen Rundfunk und die anderen Massenmedien, die wir alle jeden Tag im Fernsehen und in der Zeitung zur Kenntnis nehmen – es gibt sehr wenige Medien, die neutral berichten. Wenn es irgendwann einmal warm oder trocken ist, dann haben wir das sofort in den Schlagzeilen: Ah, heute hat diese Wetterstation wieder die höchste Temperatur gemessen. Wenn es aber kühl und feucht ist, dann ist Ruhe. Das ist keine Lügenpresse, aber es ist eine Lückenpresse, meine Damen und Herren! (Beifall bei der AfD) Wir von der AfD würden uns wünschen, dass die Medien ihren neutralen Auftrag erfüllen. (Zuruf des Abgeordneten Toni Schuberl (GRÜNE)) Deshalb sage ich dies hier auch ganz bewusst in Richtung Bayerischer Rundfunk. (Zuruf des Abgeordneten Florian von Brunn (SPD)) Vor einem Jahr war noch von der großen Trockenheit die Rede. Im letzten Jahr hatten wir Niederschläge, gerade auch in Franken. In Mittelfranken hatten wir über 50 % der durchschnittlichen Werte! Acht der letzten zwölf Monate in 2023 (Zuruf des Abgeordneten Martin Stümpfig (GRÜNE)) lagen 50 % über dem Durchschnitt der Niederschläge. Davon spricht jetzt kein Mensch mehr! Komisch, warum sagt das denn keiner? Hier also meine Bitte: Berichten Sie nicht immer nur einseitig, wenn es trocken und warm ist, sondern auch, wenn es kühl und feucht ist. Im Übrigen müssen wir zwischen Wetter und Klima unterscheiden. Sie haben hier gerade wieder jedes Unwetter in einen klimatischen Kontext gebracht. Das ist leider falsch. Kurz noch zu dem geschätzten Kollegen Nussel: Sie haben gesagt, Sie würden gerne klimaneutral werden. Ich sage Ihnen eines: Ich möchte gar nicht unbedingt klimaneutral werden in dem Sinne, dass ich keinen CO -Ausstoß produziere oder meine CO -Bilanz neutral ist. Wir sind alle Menschen. Jeder, der im Biologieunterricht der fünften und sechsten Klasse aufgepasst hat, der weiß, (Zuruf von der SPD: Peinlich!) dass der Mensch kein Produzent wie eine Pflanze ist, die CO aufnimmt. Nein, wir sind Konsumenten! Es liegt in der Natur des Menschen, eine negative CO -Bilanz zu haben. (Zuruf von der SPD: Märchenerzähler! – Beifall bei der AfD) Zuletzt ein Appell an die Tierschützer – ja, auch Tierschutz nenne ich bewusst – und natürlich die Naturschützer: Wir haben hier wieder nicht über das ganze Leid gesprochen, was den Tieren in der Natur angetan wird, von den Vögeln und Fledermäusen bis zu Insekten, die an den Windrädern stranden. Fünf bis sechs Milliarden Insekten sind dies jeden Tag! Meine Damen und Herren, denken Sie auch an den wahren Umwelt- und Naturschutz. Deshalb freue ich mich, dass ich hier die Möglichkeit hatte, dazu noch einmal zu argumentieren. (Beifall bei der AfD) Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Nächster Redner ist Herr Kollege Alexander Flierl für die CSU-Fraktion.
