bayern.landtag.de ↗

Ramona Storm

AfD 21.03.2024 Sitzungen 19/14

Wertes Präsidium, meine Damen und Herren! Nachdem immer mehr Schüler ohne ausreichende Kenntnisse die Schulen verlassen, hat die Ampel offenbar beschlossen, den fatalen Weg auf die Handwerksausbildung auszudehnen. Immerhin sind es jedes Jahr allein in Bayern immer noch über 6.000 Schüler, die ohne Abschluss aus der allgemeinbildenden Schule ins Berufsleben einsteigen wollen. Die Chancen in der Arbeitswelt sind ohne einen Abschluss natürlich fast null. Anstatt dieser bedenklichen Entwicklung etwas entgegenzusetzen, möchte die Ampel dem Anschein nach diesen Irrweg auch bei der Handwerksausbildung gehen; denn der Gesetzentwurf der Bundesregierung ist nichts anderes als ein weiterer Schritt in Richtung Bildungsverfall und Niveauabsenkung. Er sieht vor, eine klassische Berufsausbildung durch jahrelange ungelernte Tätigkeit zu ersetzen und sich seine Fähigkeiten dann irgendwann validieren zu lassen, um dann demjenigen gleichgesetzt zu werden, der sich noch die Mühe gemacht hat, eine Ausbildung zum Gesellen oder gar eine Meisterprüfung zu durchlaufen. Das deutsche Handwerk ist weltweit geschätzt und wird bewundert und aufgrund seiner jahrhundertelangen Tradition ein Stück unverwechselbarer deutscher Kultur. Bereits im Mittelalter haben Handwerkszünfte, die sich gebildet haben, hohe Anforderungen an ihren Nachwuchs gestellt, die Ausbildung geregelt und die Meisterprüfung zur Pflicht gemacht. Das soll jetzt alles verwässert und auf das fragwürdige Niveau gebracht werden, das in vielen Ländern bereits herrscht. Auch wenn wir jetzt dem Antrag zustimmen, sind wir doch der Meinung, dass es mit der Ablehnung des Gesetzes allein nicht getan ist. Voraussetzung ist nämlich die Schulbildung; denn dass so viele junge Menschen keinen Abschluss schaffen oder keine Lust dazu haben, kommt nicht von ungefähr. In Schulen wird nicht mehr auf das Leben und die Arbeitswelt vorbereitet, sondern vor Wissen und Bildung wird auf Ideologie und politische Indoktrination Wert gelegt. (Beifall bei der AfD) Mit Billigung der Schule den Unterricht zu schwänzen, um fürs Klima oder die Umwelt zu streiken und dabei Berge von Plastikmüll zu hinterlassen, sich auf die Straße zu kleben, den Verkehr zu behindern und sich einzubilden, damit die Welt zu retten – "Schule gegen Rassismus", das sind die Botschaften, die heute von unseren Bildungseinrichtungen ausgehen, während der Schulweg für unsere Kinder immer gefährlicher wird, und das sicher nicht nur in Regensburg. Bei diesem zunehmenden Verfall kann nichts herauskommen. Dann finden eben Firmen keine Nachwuchskräfte, weil Schulabsolventen heute oft nicht einmal mehr der Rechtschreibung oder der Grundrechenarten mächtig sind. Dann haben wir eben in der Folge einen immer größer werdenden Fachkräftemangel, während gleichzeitig die Zahl der Bürgergeldempfänger steigt. Wo soll bei all diesen Voraussetzungen das Interesse an einer qualifizierten Ausbildung und Leistungsbereitschaft herkommen? Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Frau Abgeordnete, Ihre Redezeit ist zu Ende. Bitte Ihren Schlusssatz.

Alle Reden von Ramona Storm Protokoll ↗