Matthias Vogler
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, sehr geehrte Kollegen, liebe Bürger zu Hause und auf der Besuchertribüne! Der eingebrachte Antrag ist zu begrüßen. In Berlin muss die Ampel-Politik endlich gestoppt werden. Verständlich, dass diese Regierung eine Legalisierung von Cannabis wünscht; denn anders können die meisten Bürger ihre Politik in Berlin nicht mehr ertragen. (Beifall bei der AfD) Eine Legalisierung und Förderung des Cannabiskonsums lehnen wir konsequent ab, und das aus gutem Grund. Die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft sind schlichtweg nicht tragbar. Unser Gesundheitssystem ist bereits an vielen Stellen überlastet. Ein Anstieg des Cannabiskonsums insbesondere bei Jugendlichen, sei es aktiv oder passiv, führt zu zahlreichen Krankheiten und Langzeitfolgen. Einige Beispiele verdeutlichen diese Risiken. Laut Statistiken des National Institute on Drug Abuse steigen bei langfristigem Cannabiskonsum psychische Probleme und Depressionen deutlich an. Zwischen 2000 und 2018 wurde in Deutschland ein Anstieg der Zahl stationärer Krankenhausbehandlungen von 3.400 auf 19.100, also fast eine Versechsfachung, festgestellt, so das "European Journal of Public Health". Ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und sogar bei jungen Menschen ein deutlicher Anstieg der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist auch nachzuweisen, so der "Business Insider". Die Verkehrssicherheit ist zudem gefährdet. Nach der Legalisierung von Cannabis in Kanada hat sich die Anzahl der mittelschwer verletzten Verkehrsteilnehmer verdoppelt. Das zeigt, dass Cannabis für alle Mitbürger gefährlich ist und sein kann, wenn ein bekiffter Fahrer Passanten gefährdet, egal und unabhängig davon, ob das Fahrzeug mit Elektro- oder Verbrennermotor betrieben wird. Der Jugendschutz ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Gerade Jugendliche sollten wir von jeglichem Drogenkonsum fernhalten. Wenn der Zugang zu Cannabis erleichtert wird, wird es immer Personen geben, die diese Substanzen auch an Minderjährige weitergeben können. Studien zeigen, dass bereits bei ein- oder zweimaligem Konsum bei Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren ein irreparabler Schaden verursacht wird. Auch den passiven Konsum im Elternhaus dürfen wir nicht vernachlässigen. Wer sagt denn, dass, wenn die Eltern kiffen sollten, die Kinder rausgeschickt werden? Eine weitere negative Nebenwirkung des Cannabiskonsums ist, dass es immer mehr Wähler der Klimasektenjünger gibt; denn aus dieser Gruppe kommt ja die Forderung der Legalisierung dieser Einstiegsdroge. (Beifall bei der AfD) Es spielt auch keine Rolle, wie man es nennt oder verpackt. Auch leichte Drogen können schnell zum Einstieg in härtere Drogen werden. Daher ist es von Eltern und Politikern verantwortungslos, jegliche Form der Drogenlegalisierung zu unterstützen. Als Rettungsassistent habe ich auch zahlreiche Einsätze bei Drogenkonsumenten erlebt. Es war nie angenehm und doch immer die gleiche Geschichte: Man begann mit leichten Drogen und steigerte sich, weil die Dosierung einfach nicht mehr ausreichte. Wohin man gekommen ist, sieht man, wenn man Herrn Karl Lauterbach sieht. Vielleicht hat er auch etwas konsumiert; zumindest zeigt sein Gebiss einen typischen Konsumenten von Crystal. So sieht es aus, wenn man das längere Zeit nimmt. Ob er das genommen hat, ist eine Frage. Aber das ist nur ein Beispiel. Es kann ja bei ihm andere Gründe haben. (Zurufe von den GRÜNEN und der SPD) Es ist an der Zeit, klare Kante gegen solche Substanzen zu zeigen. Der alte Spruch "Keine Macht den Drogen" sollte eher lauten: Keine Macht der Ampel-Abrisstruppe in Berlin und auch niemals in München. Wir stimmen diesem Antrag zu; denn die Gesundheit unserer Kinder und aller unserer Bürger ist uns wichtig. (Beifall bei der AfD)
