Anna Rasehorn
Sehr geehrter Herr Kollege Holetschek, erst einmal vielen lieben Dank für Ihren Wortbeitrag. Es gibt ja auch viele Expert:innen, die sagen, dass die Verbotspolitik gescheitert ist. Da gibt es auch viele Strafrichter:innen. (Unruhe) Aber auch die Polizeigewerkschaft, die GdP, sagt, dass die Polizeibeamten mit den ganzen Fällen von Jugendlichen oder auch von Kleinkriminellen überlastet sind. Sie sagen, sie wären froh, wenn sie sich gegen die Strippenzieher im Hintergrund wenden könnten und nicht mit solchen kleinen Fällen überlastet werden. Es gibt auch eine Studie, die besagt, dass auf Cannabiskonsum bezogene Gesundheitsschäden in den Ländern, wo Cannabis teillegalisiert wurde, geringer seien als in den Ländern mit Cannabis-Verbot. Auch wenn Sie es verbieten wollen, gibt es trotzdem Cannabiskonsum hier in Deutschland, gerade auch in Bayern. Da wäre meine Frage an Sie: Glauben Sie wirklich, dass Dealer:innen um die Ecke (Lachen bei der AfD) mehr auf den Gesundheitsaspekt, den Verbraucherschutz und den Jugendschutz achten als lizenzierte Geschäfte, in denen auch Kontrollen stattfinden? (Beifall bei der SPD)
