Markus Striedl
Sehr geehrter Herr Präsident, Gott zum Gruße, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine Fraktionsvorsitzende hat es schon gesagt: Ich bin relativ spät in die Politik eingestiegen und hatte das Glück, sehr lange in diesem Land arbeiten zu dürfen. Doch wurde ich im Oktober 2023 für meine Partei, die AfD, hier in den Landtag gewählt von über einer Million Bürgern, die mich und meine Partei gewählt haben. (Beifall bei der AfD) Das, meine Damen und Herren, wird auch die Zahl des Tages werden. Eine Million Bayern warten nun wöchentlich darauf, dass ihre Interessen auch im Landtagspräsidium vertreten werden. Bedauerlicherweise ist das bis heute nicht der Fall. Sie bestimmen abermals darüber, ob eine Million Wähler ihre Stimme hier im Landtagspräsidium vertreten sehen oder nicht. (Florian von Brunn (SPD): Sie haben allenfalls Millionen aus Russland!) Natürlich passt das nicht jedem hier, dass so viele Bürger in Bayern unsere Politik gegenüber der Ihrigen bevorzugen. Für einige in diesem Hohen Hause ist es aber anscheinend ein Problem, wenn demokratische Prozesse wie Landtagswahlen nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. (Beifall bei der AfD) Dabei wäre es aber doch genau an Ihnen gelegen, werte Kolleginnen und Kollegen, eine Politik zu machen, die auch und gerade für diese eine Million Bürger interessant ist. Doch genau das ist Ihnen gründlich misslungen. (Beifall bei der AfD) Ist das aber die Schuld der Wähler? Müssen diese eine Million Wähler jetzt dafür abgestraft werden, dass Sie Politik so fernab vom Bürger machen, dass Sie diese nicht mehr erreichen? – Natürlich nicht. Denn genau weil Sie Politik so fernab vom Bürger machen, ist die FDP heute hier nicht mehr vertreten. Das gleiche Schicksal wird bei der nächsten Landtagswahl eine weitere bayerische Kleinpartei, die in Umfragen noch bei 6 % liegt, ereilen, Herr von Brunn! (Beifall bei der AfD – Zurufe von der AfD: Bravo!) Wenn Sie heute zur Wahl schreiten, dann bedenken Sie bitte, dass Sie hier und heute nicht eine Person oder eine Partei wählen, (Martin Wagle (CSU): Doch, eine Person!) sondern einen Vertreter des Volkes, der für eine Million Bayern steht. (Martin Wagle (CSU): Das ist der falsche Ansatz!) Sie bestimmen einzig und allein, ob diese eine Million Menschen heute und in den nächsten Jahren am politischen Prozess beteiligt werden oder nicht. (Michael Hofmann (CSU): Sie sind am politischen Prozess beteiligt! Sie reden doch hier! Sie sitzen im Ausschuss!) Es geht nicht darum, ob Sie mich oder meine Partei mögen. Es geht heute darum, ob Sie eine Million Menschen in diesem Land mögen (Beifall bei der AfD – Florian von Brunn (SPD): Es geht darum, ob Sie aus der Geschichte gelernt haben! – Weitere Zurufe) oder ob Sie diese zum wiederholten Male politisch ausgrenzen möchten. (Florian von Brunn (SPD): Es geht darum, aus der Geschichte zu lernen!) Deswegen bitte ich Sie heute, den Wählerwillen zu respektieren und mir nicht als Person, sondern als einem demokratisch gewählten Vertreter des bayerischen Volkes Ihre Stimme zu geben! (Beifall bei der AfD – Zurufe von der AfD: Bravo! – Florian von Brunn (SPD): Sie sind demokratisch gewählt, aber kein Demokrat! Das ist der Unterschied! – Weitere Zurufe)
