Arif Taşdelen
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Ich hatte zumindest für die Vorweihnachtszeit die Hoffnung, dass die AfD nicht wieder dieses Thema spielt, nicht wieder gegen die Schwächsten in dieser Gesellschaft hetzt. (Alexander Hold (FREIE WÄHLER): Träumer!) Aus dieser Hoffnung wurde leider nichts. Sie haben wieder gezeigt, dass Sie eine Ein-Themen-Partei sind und keine Lösungen bieten, sondern nur Menschen gegeneinander ausspielen und nur spalten und hetzen. (Beifall bei der SPD sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER) Als bayerischer Sozi und "Club"-Fan bin ich leidensfähig. (Heiterkeit bei der SPD sowie Abgeordneten der FREIEN WÄHLER und der GRÜNEN) Aber das, was von Ihnen kommt, geht tatsächlich weit über die Grenzen dessen hinaus, was man hier in diesem Hohen Haus ertragen kann. (Zuruf von der AfD: Dann geh doch! Tschüss!) Wenn ich schon beim "Club" bin: Ich bin stolz darauf, dass Ilkay Gündogan in der deutschen Nationalmannschaft der Kapitän ist, nicht nur, weil Ilkay Gündogan fußballerisch zum Teil in Nürnberg ausgebildet wurde, sondern auch weil seine Eltern Einwanderer sind. (Martin Böhm (AfD): Genau das brauchen wir!) Wissen Sie was? – Wenn diese Menschen nicht wären, würde der Winterdienst nicht funktionieren, würde kein Krankenhaus und kein Altenheim laufen. In diesem Land würde nichts funktionieren. Nichts! (Beifall bei der SPD, der CSU, den FREIEN WÄHLERN und den GRÜNEN) Und dieser Wahrheit müssen Sie ins Gesicht schauen. (Zurufe von der AfD) Hören Sie endlich auf zu hetzen! Hören Sie endlich auf! Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Hören Sie mal auf! Zwischenrufe ja, Dauerrufe nein! – Herr Taşdelen, Sie haben weiter das Wort.
