Matthias Vogler
Wer aber wäre für Sie geeignet? (Tanja Schorer-Dremel (CSU): Halemba?) Ist es wie in Thüringen ein Mitglied der Mauermörderpartei, welche auch mit Stimmen der Union ins Ministeramt gewählt wurde? Ist es wie in Mecklenburg-Vorpommern ein Gründungsmitglied der antikapitalistischen Linksextremen, die von Union und SPD zur Verfassungsrichterin gewählt wurde? (Martin Wagle (CSU): Sie könnten auch sagen: Bitte wählen Sie mich nicht!) Oder ist es eine ebenfalls der SED angehört habende Bundestagsvizepräsidentin, welche nur mit Stimmen der Schwarz-Gelben ins Amt kam? (Zuruf des Abgeordneten Roland Weigert (FREIE WÄHLER)) Vielleicht ist es ja auch ein Ministerpräsident – er ist jetzt gerade nicht da –, der ebenfalls schon zu oft gescholzt hat (Heiterkeit bei der AfD – Tanja Schorer-Dremel (CSU): Bingo!) und dessen Machenschaften um das Zukunftsmuseum – um nur ein paar Beispiele zu nennen – immer noch nicht gänzlich aufgeklärt worden sind. (Beifall bei der AfD) Allen unseren Kandidaten wird die Eignung abgesprochen, den gerade Erwähnten wird sie jedoch zugesprochen. Das klingt eher wie ein Treppenwitz. Als Zeitsoldat habe ich einen Eid geleistet, Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes – welchen Volkes auch sonst? – tapfer zu verteidigen. In Bosnien und Afghanistan sammelte ich Erfahrungen. Gerade in Letzterem konnte ich das menschenverachtende Frauenbild hautnah erleben, als uns ein 14-jähriges Mädchen mit Verbrühungen zweiten Grades vors Feldlager gelegt wurde. Das ist menschenverachtend. Solche Ideologie dieser mittelalterlichen Sekte möchte ich hier in unserem christlich-jüdisch geprägten Bayern nicht haben. (Beifall bei der AfD – Johannes Becher (GRÜNE): Ihr Kollege wollte letzte Woche aber nach Afghanistan abschieben!) Was die CSU jetzt auf unseren Weihnachtsmärkten zulässt, dass, wie in Karlstadt, das Gejammer des Muezzin anstatt schöner deutscher Weihnachtslieder aus den Lautsprechern ertönt, ist ein Armutszeugnis; von den Merkel-Pollern ganz zu schweigen. (Beifall bei der AfD – Gabi Schmidt (FREIE WÄHLER): Was hat das mit dieser Wahl zu tun?) Ich bin daher 2016 in die einzig verbliebene echte konservative Partei eingetreten, (Zuruf des Abgeordneten Florian von Brunn (SPD)) um Ihrem Linksruck etwas entgegenzustellen. Als Rettungssanitäter und später als Rettungsassistent konnte ich von 2006 an etlichen Menschen das Leben retten, egal, woher sie kamen, wen sie liebten oder welchen Rechtsstatus sie besaßen. Das spielte und wird für mich im Rettungsdienst nie eine Rolle spielen. (Beifall bei der AfD – Staatsminister Dr. Florian Herrmann: Das wäre auch noch schöner!) Als Kind von Binnenflüchtlingen – drei Viertel meiner Großeltern und mein Vater stammen aus den deutschen Ostgebieten – weiß ich, was echte Flucht bedeutet. Jeder echte Flüchtling ist froh, wenn er einen sicheren Platz zum Schlafen hat, (Zurufe von der SPD: Aufhören! Abstimmen!) Verpflegung, Kleidung – und nichts weiter. Für uns von der AfD gilt hier daher auch ohne Wenn und Aber das Recht auf Asyl wie auch auf temporären Schutz für echte Kriegsflüchtlinge. Wer aber über mehrere sichere Länder reist, ist kein Flüchtling, sondern Wirtschaftsmigrant. Schließlich entscheiden wir, wen unsere Gesellschaft braucht. Wir brauchen sicher nicht weitere Einwanderung in die Sozialsysteme, während alte kranke Mitbürger nicht wissen, wie sie den Monat überstehen sollen. Als Vizepräsident hat man primär die Aufgabe, den Sitzungsablauf zu gewährleisten. Das würde ich genauso gut machen wie die bisherigen Kandidaten dieser Partei. (Felix Locke (FREIE WÄHLER): Indem Sie Leute beleidigen: Sehr gut! – Zuruf: Sie disqualifizieren sich selbst!) In dieser Position kenne ich keine Partei, sondern Neutralität. Das ist Ihnen jedoch egal, da Sie selbst Gandhi, Mutter Teresa, den Papst oder Jesus Christus nicht wählen würden, wenn sie von der AfD vorgeschlagen würden. (Beifall bei der AfD – Felix Locke (FREIE WÄHLER): Die wären nicht bei euch! – Martin Wagle (CSU): Keine gute Bewerbung! – Zuruf der Abgeordneten Gabi Schmidt (FREIE WÄHLER)) Sie haben nun die Möglichkeit, einer demokratisch gewählten Partei die ihr zustehenden Rechte zu ermöglichen.
