Maike Frese
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Die Fragen 1 bis 3 werden zusammen beantwortet: Der Internetauftritt der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH wird mit seinen sämtlichen Unterseiten durch die WFB redaktionell verantwortet, kontinuierlich weiterentwickelt und inhaltlich gepflegt. Auf den Internetseiten der WFB werden umfangreiche und aktuelle Informationen über den Wirtschaftsstandort Bremen zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören Informationen über die Schlüsselbranchen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, die Logistikbranche und maritime Wirtschaft, Windenergie ebenso wie Beratungs- und Förderangebote, Themen zur Innenstadtentwicklung, Tourismus, Kongresse und Messen, Marketingaktivitäten oder aktuelle Pressemitteilungen. Unter dem Reiter „Grundstücke und Immobilien“ werden Informationen zu Gewerbeflächen und Gewerbeimmobilien, Marktdaten für einzelne Immobiliensparten oder Standortkennziffern sowie zu Gründer- und Technologiezentren bereitgestellt. Informationen zu 28 Gewerbestandorten werden nach einem wiederkehrenden Raster abgebildet. Für alle Standorte werden die aktuellen Eckdaten aufgeführt. Diese liefern Aussagen zur Größe des Standorts, Circaanzahl der angesiedelten Unternehmen und Beschäftigten sowie Verkehrsanbindungen einschließlich der ÖPNV-Erreichbarkeit. Darüber hinaus werden insbesondere Informationen zum Profil der Gewerbegebiete, der Nutzungsstruktur und besondere Merkmale dargestellt. Aktuelle Luftbilder und Abbildungen angesiedelter Unternehmen und teilweise aktuelle Grundstücksangebote runden den Eindruck vom jeweiligen Gebiet ab. Die jeweiligen Gebietsbetreuer:innen der Gewerbeflächen und Projekte werden übersichtlich und mit den Kontaktdaten aufgeführt, wodurch eine direkte Kontaktaufnahme möglich ist. Des Weiteren werden regelmäßig unternehmerische Erfolgsgeschichten aus den Gewerbegebieten als redaktionelle Beiträge veröffentlicht. Diese Informationen werden durch die WFB kontinuierlich weiterentwickelt und inhaltlich gepflegt. Für drei Gebiete werden darüber hinaus Unternehmensübersichten in Form von aufgelisteten Kontakteinträgen dort ansässiger Betriebe aufgeführt. Dies hat vor allem historische Gründe: So wurde das Verzeichnis der Unternehmen aus dem Technologiepark seinerzeit durch die WFB von der Technologiepark-Internetseite übernommen, die im Zuge des Entwicklungsprogramms „Technologiestadtteil“ als eigenständige Webseite entwickelt und später eingestellt worden war. Die Übersicht für den Gewerbepark Hansalinie wurde auf Wunsch einiger Zulieferbetriebe eingerichtet, und beim GVZ wurde das Verzeichnis im Zusammenhang und auf Wunsch der GVZEntwicklungsgesellschaft erstellt. Interessierte Unternehmen aus den Gebieten können ihre Kontakt- und Unternehmensdaten durch eine Kontaktaufnahme zur WFB aktiv eintragen, ändern beziehungsweise wieder entfernen lassen. Aus Datenschutzgründen nimmt die WFB keine Unternehmen ohne deren Einverständnis in die Übersichten auf. Es handelt sich um einen Service für Unternehmen, und es besteht keine Verpflichtung für die in dem Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen, ihre Daten in der Übersicht zu veröffentlichen. Somit erhebt die WFB keinen Anspruch auf Vollständigkeit der dargestellten Unternehmen. Auf diesen Umstand wird auf der Internetseite erklärend hingewiesen. Ebenso wird informiert, wie Aktualisierungen und Löschungen von Einträgen durch die Unternehmen vorgenommen werden können. In Reaktion auf die vorliegende Frage für die Fragestunde wurden die Hinweise zur Aktualisierung der Daten prominenter auf der Internetseite platziert. Die WFB prüft vor dem Hintergrund des Zeit- und Pflegeaufwands sowie verfügbarer moderner Tools und Technologien wie KI, Big Data und spezialisierten Plattformen, die dynamischere und aktuellere Daten liefern, ob die Unternehmensverzeichnisse für die Gewerbegebiete perspektivisch weitergeführt werden sollen. Derartige Unternehmensdatenbanken verlieren insgesamt zunehmend an Relevanz, weil der Fokus verstärkt auf zielgerichteten Analysen statt auf statischen Datenmengen liegt. Hohe Kosten, Datenschutzanforderungen und der Bedarf an Echtzeitinsights tragen ebenfalls zu diesem Wandel bei. Hinzu kommt, dass die Unternehmensverzeichnisse eher Dritten, Dienstleistungsunternehmen, dienen, um auf einfache Art und Weise an Kontakte potenzieller Kundinnen und Kunden zu kommen. Da viele Unternehmen oft nicht über solche Akquisitionsbemühungen kontaktiert werden möchten, wird das Interesse, in Verzeichnissen genannt zu werden, zusätzlich immer geringer. Die Internetseiten werden kontinuierlich weiterentwickelt, inhaltlich gepflegt und sind – bis auf die freiwillig geführten Unternehmensregister – aktuell. – So weit die Antwort des Senats!
