Sascha Karolin Aulepp
Ja, ich weiß nicht! Übertreibung veranschaulicht, ja, aber nein, wir haben keine sinistren untergründigen Vorhaben, die wir auf diese Weise klandestin um- oder durchsetzen wollen. Wir sind natürlich als öffentliche Hand gehalten, sorgsam mit Steuergeldern umzugehen und auf die Einhaltung des Wettbewerbs zu achten. Deswegen dürfen wir auch nicht Verträge auf Lebenszeit vergeben, sondern müssen Verträge zeitlich befristen und jeweils wieder neu ausschreiben, und es ist immer sehr schön, wenn ein allseits beliebter Essensanbieter, was bei Schulen ja auch nicht so einfach ist mit dem allseits beliebten Schulessen, wieder ein Angebot macht. Auch das kommt ja aktuell vor – ich habe gerade schon über die Frage der Fachkräfte in der Gastronomie geredet –, dass die dann sagen, nein, das lohnt sich für uns nicht, das wollen wir nicht mehr/können wir nicht mehr. Wenn der aber wieder ein Angebot macht und das dann tatsächlich auch das wirtschaftlichste ist, dann passt es insgesamt wunderbar zusammen. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch schauen: Welche sonstigen Anbieter sind denn eigentlich am Markt? Zuletzt war eher die Kritik an meiner Behörde: Ihr schaut ja gar nicht allumfassend und breit, sondern ihr schaut nur auf die, die gerade im Moment am Markt sind. Daraufhin haben wir dann angefangen, breiter zu schauen. Das eine ergibt dann eben das andere. Von daher ist dieses Neuausschreiben, Neuvergeben oder Wiedervergeben eigentlich der normale und klassische Prozess. Auf der anderen Seite sehen wir aber natürlich auch das, was bei anderen Schulträgern passiert, wenn man sich an einen Riesenkonzessionär und Caterer bindet, dass dann auf einmal 40 000 Kinder ohne Schulessen dastehen, wenn da irgendeine Schieflage eintritt, und das ist dann eben auch ein Kriterium, das wir natürlich auch mit berücksichtigen müssen: Also wie verlässlich – vorhin in der Frage habe ich von Reliabilität gesprochen – ist denn eigentlich ein solches Angebot, weil das ja durchaus auch ein Kriterium für einen Zuschlag sein kann. Von daher würde ich jetzt sagen, ich halte es nicht für völlig ausgeschlossen, dass wir auch Schulessen von einem Caterer beziehen, der sehr, sehr viele Essen kocht, aber die Tendenz ist nicht, dahin zu gehen, alle Schulen von einem Caterer versorgen zu lassen.
