Kathrin Moosdorf
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Abgeordnete! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Die genutzte Abwärme vom Krematorium Bremen wird für das Verwaltungsgebäude des Friedhofs Huckelriede sowie angrenzende friedhofsnahe Gewerbeeinheiten genutzt. Auch die Feierhalle, in der Trauerfeiern abgehalten werden, wird durch die Abwärme des Krematoriums versorgt. Die Wärmezähler haben für das Jahr 2023 rund 195 Megawattstunden für die Feierhalle und rund 122 Megawattstunden für das Verwaltungsgebäude und die Gewerbeeinheiten aufgezeichnet. Die gesamte Abwärmemenge des Krematoriums ist derzeit nicht bekannt, soll aber bis zum Frühjahr 2025 erfasst werden. Zu Frage 2: Die Frage, wie viele Wohnungen oder Gewerbeeinheiten versorgt werden könnten, lässt sich erst beantworten, wenn die unter Frage 1 genannte Erfassung der gesamten Abwärmemenge abgeschlossen ist. Vor abschließender Beantwortung dieser Frage ist bereits jetzt festzuhalten, dass das Krematorium bisher nicht mit dem allgemeinen Fernwärmenetz verbunden ist. Das Krematorium wird zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich genutzt. Eine kontinuierliche Wärmezufuhr ist daher nicht gegeben. Benötigt würden deshalb zusätzliche Wärmeerzeuger und/oder Wärmespeicher, die im Bedarfsfall einspringen könnten. Nicht zuletzt sind ethische Fragen intensiv zu erörtern. Ob in der Gesamtschau die Versorgung zusätzlicher Gebäude mit der erzeugten Abwärme des Krematoriums angesichts der hiermit verbundenen Kosten wirtschaftlich möglich wäre, wäre zu prüfen. Zu Frage 3: Aus Sicht des Senats ist eine Versorgung von öffentlichen Gebäuden und von gewerblich genutzten Nicht-Wohngebäuden mit dem bestehenden Wärmenetz im Bereich des Friedhofsgeländes bereits umgesetzt. – So weit die Antwort des Senats!
