Sascha Karolin Aulepp
Sehr geehrte Frau Abgeordnete, wir haben ja gerade auch über die Frage geredet, ob wir eigentlich genügend Menschen haben, die in den Kitas mit den Kindern arbeiten, und unabhängig davon, welche Systematik wir implementieren würden, könnten wir dadurch ja auch nicht mehr Fachkräfte gewinnen. Also das, was Sie in Ihrer Frage implizieren, dass das Gutscheinmodell alle Probleme lösen würde, ich fürchte, das wird sich nicht bewahrheiten. Das, was wir anstreben und was, glaube ich, unser aller Ziel ist, hier auch insgesamt in diesem Hohen Haus, ist, dass wir Anreize dafür brauchen, Kitaplätze insbesondere da zu schaffen, wo noch Aufholbedarf besteht, wo der Bedarf an Plätzen überhaupt also am größten ist. Sie wissen – auch das ist ja schon länger und häufiger in der Diskussion –, das ist insbesondere in den Quartieren der Fall, wo auch die Kinder besondere Unterstützungsbedarfe haben und mitbringen, und anhand dieser Prämissen werden wir die Frage ausrichten, in welche Richtung wir dieses System weiterentwickeln. Wie am Ende die Frage gelöst wird, wie Ressourcen und Plätze zusammenhängen – also ich finde, im schulischen Bereich haben wir mit der Zuweisungsrichtlinie ein gutes und bewährtes Instrument ergänzt, weil das ja auch der Zuweisungsrichtlinie immanent ist – mit Sozialindizes und der entsprechenden Steuerung der Zuweisung der Mittel, also wenn wir in die Richtung auch im Kitabereich gehen, was die Ressourcenausstattung und dementsprechend auch eine verbindliche Ressourcenausstattung angeht, ich glaube, dann haben wir schon viel gewonnen.
