Sascha Karolin Aulepp
Die Situation in den bremischen Schulen ist natürlich ohnehin herausfordernd, und wenn wir feststellen, dass es deutlich mehr Kinder gibt, die mit einem bestimmten Förderbedarf zur Einschulung angemeldet werden – und in diesem Fall eben mit dem Förderbedarf Wahrnehmung und Entwicklung –, dann ist es natürlich trotzdem nicht nur unsere Pflicht, sondern auch unser Anspruch, diesen Kindern einen Schulplatz zur Verfügung zu stellen oder diese zu beschulen, und dabei müssen nicht nur die Kinder entsprechend unterstützt werden, Sie alle wissen, dass es auch im schulischen Bereich Schwierigkeiten gibt, Stellen zu besetzen. Bei den Lehrkräften sind wir da glücklicherweise in einer ein bisschen anderen Situation als andere Bundesländer, aber auch im Bereich des nicht unterrichtenden pädagogischen Personals oder gerade eben auch im Bereich der Assistenzen zur Unterstützung der Kinder mit besonderen Förderbedarfen ist die Situation der Gewinnung der entsprechenden Mitarbeitenden durchaus als angespannt zu bezeichnen. Das ist von daher der Punkt, auf den wir insbesondere unser Augenmerk richten müssen, denn eine Entlastung oder Unterstützung der Lehrkräfte, wenn tatsächlich mehr Kinder mit Förderbedarfen in den Klassen oder auch nur in den Schulen sind, wo dann entsprechend mehr Klassen eingerichtet werden müssen, hängt in der Regel daran, wie viel zusätzliches Personal wir zur Verfügung stellen können. Sie wissen, dass wir bei der Frage, wie viele Kinder mit dem Förderbedarf Wahrnehmung und Entwicklung tatsächlich in einer Klasse sind, gemeinsam die Entscheidung getroffen haben, dass wir die Anzahl der Klassenassistenzen für diesen Bereich verdoppeln, also nicht mehr eine, sondern zwei Kräfte ressourcentechnisch zur Verfügung stehen, aber diese Kräfte müssen dann natürlich auch in Person gefunden werden, und an der Stelle kommen wir nicht umhin, zu überlegen: Welche Menschen können denn in dieser Situation in diesem Bereich gewinnbringend und unterstützend tätig werden, auch und gerade, um die in diesen Klassen tätigen Menschen – und das sind eben in erster Linie Lehrkräfte – tatsächlich zu unterstützen und zu entlasten?
