Torsten Klieme
Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Die in dem Projekt „Kitchenfair“ geleistete Arbeit konnte bislang nur bedingt Wirksamkeit entfalten. Hintergrund hierfür ist, dass die dem Projekt zugehörigen Stellen mangels geeigneter Bewerber:innen mehrfach ausgeschrieben werden mussten und erst mit großer Verzögerung besetzt werden konnten. Die bisherige Tätigkeit umfasste unter anderem im Bereich der Koordination die Erarbeitung von Projektund Kommunikationsstrukturen, die Vernetzung mit den am Aktionsplan 2025 beteiligten Ressorts sowie mit Vereinen, Verbänden und Gremien. Im Bereich des Vertragsmanagements macht der sehr eingegrenzte Markt der Caterer und Lieferanten für Schulkantinen die gewünschten Standards gegenwärtig schwer umsetzbar. Zu Frage 2: Das Projekt „Kitchenfair“ läuft Ende 2023 zeitgleich mit der aktuellen Befristung des Handlungsfelds Klimaschutz aus. Der Senat wird auch nach Ablauf der Projektlaufzeit an den gesetzten Zielen und weiteren aktuellen Herausforderungen der Gemeinschaftsverpflegung festhalten. Aktuell wird bei der Senatorin für Kinder und Bildung daran gearbeitet, dauerhaft tragfähige Strukturen in diesem Sinne zu entwickeln. Die dazu notwendigen Mittel stammen aus der Verstetigung des Handlungsfelds Klimaschutz und einer damit einhergehenden Übertragung in die Eckwerte der Ressorts. Zurzeit wird ein Konzept für die zukünftige Ausgestaltung einer Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Aktionsplans 2025 – Gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung der Stadtgemeinde Bremen erarbeitet, das den Kitabereich und die Schulen umfasst und ein schrittweises Vorgehen entsprechend den realen Möglichkeiten in der Gewinnung von und in der Arbeit mit Caterern. Dies beinhaltet auch die Umsetzbarkeit von Anforderungen der DGE, Regionalität und Bioprodukten. Das Konzept soll eine pädagogische Begleitung bis hin zur Einbindung des Themas Ernährung in den Unterricht beinhalten. Benötigt werden dafür Ressourcen, die im Vorentwurf der Haushalte 2024/2025 berücksichtigt sind. Zu Frage 3: Die ressortübergreifende Zusammenarbeit zwischen der Senatorin für Kinder und Bildung, der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz und der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft findet im Rahmen von turnusmäßigen Treffen statt. Gegenstand dieser Sitzungen ist die regelmäßige Berichterstattung sowie die Weiterentwicklung der Projektstrukturen und Arbeitsinhalte. Die Senatorin für Kinder und Bildung ist dabei durch die Koordinierungsstelle „Kitchenfair“ vertreten. Auch das Studierendenwerk Bremen als Mitglied des Beirats zur Weiterentwicklung des Aktionsplans 2025 unterstützt in der ressortübergreifenden Zusammenarbeit den konstruktiven Dialog auf dem Weg zu einer ökologischen und gesundheitsförderlichen Ernährung für die Teilnehmenden an der Gemeinschaftsverpflegung in Bremen. Auch nach dem Auslaufen des Projekts „Kitchenfair“ soll die Zusammenarbeit der genannten Ressorts fortgeführt werden, siehe hierzu auch die Antwort zu Frage 2. Aktuell stehen die Ressorts im Dialog miteinander, um die zukünftige Zusammenarbeit im Themenkontext in den jeweiligen Zuständigkeiten und Schwerpunktsetzungen gemeinsam zu gestalten. – So weit die Antwort des Senats!
