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Silke Stroth

14.11.2023 Sitzungen 21/5

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Zur Verbesserung der Schnittstellenarbeit zwischen Schule, Gesundheitsförderung und Jugendarbeit befasst sich eine Arbeitsgruppe zwischen der Jugendsuchtberatungsstelle Escape, den Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren ReBUZ und dem Referat Gesundheitsförderung und Suchtprävention im Landesinstitut für Schule damit, die Beratungsbedarfe aus den Schulen besser aufzunehmen. In einem ersten Schritt sind digitale Beratungsangebote auf der Internetseite des Referats Gesundheitsförderung und Suchtprävention dargestellt, deren Erreichbarkeit über die Arbeit der Suchtprävention in Schulen beworben wird. Die Gesundheitsbehörde hat einen Fachaustausch zum weiteren Umgang mit intoxikierten Kindern und Jugendlichen initiiert, die in die Kinderklinik gebracht werden. Ziel ist, Kooperationen aufzubauen, um den Jugendlichen regelhaft ein Frühinterventionsangebot unterbreiten zu können und Fragen der Kindeswohlgefährdungseinschätzung zu klären. Im Bereich Partysetting arbeitet das Referat Gesundheitsförderung und Suchtprävention mit Unterstützung der Krankenkassen und Apothekerkammer sowie mit Kenntnis der Polizei an der Möglichkeit, durch sogenannte K.-o.-Tropfen-Armbänder die Aufmerksamkeit der Zielgruppen im Partysetting auf das Thema Sicherheit und Konsum zu erhöhen. Das Testfeld auf den Armbändern verfärbt sich, sobald Tropfen von Getränken aufgebracht werden, die Gammhydroxybuttersäure enthalten. Die Schulbusstudie hat die Bereitschaft von Schulen, zusammen mit dem LIS an Präventionskonzepten zu arbeiten, erhöht. Diese Konzepte dienen auch der besseren Verweisberatung von Schüler:innen im Falle eines sich chronifizierenden Konsums durch Lehrkräfte und Sozialarbeiter:innen an außerschulische Hilfe. Zusammen mit den regionalen Gesundheitskräften bietet das LIS Fortbildungen zu den einzelnen Hilfsangeboten an, damit diese bekannt werden und Hemmschwellen zur Kontaktaufnahme gesenkt werden. An zwölf Schulen haben sich sogenannte FreD-Beauftragte gefunden, die eine Vermittlung von Schüler:innen mit Beratungsbedarf innerhalb einer Schule zielgenau an das Frühinterventionsprojekt FreD umsetzen und Kolleg:innen als Ansprechpartner:innen dienen können, die problematische Jugendliche in der Klasse haben. Zu Frage 2: Die kinder- und jugendpsychiatrische Beratungsstelle KIPSY und Suchtberatungsstelle Escape werden derzeit sehr stark angefragt. Die Wartezeit für ein reguläres Erstgespräch beträgt im kinder- und jugendpsychiatrischen Teil KIPSY aktuell circa zwölf Wochen, bei der Suchtberatungsstelle Escape sind es zwei Wochen. Zu Frage 3: KIPSY und Escape haben werktags von 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Die therapeutische Personalausstattung der KIPSY umfasst derzeit 6,67 Vollzeitäquivalente, davon sind aktuell 0,5 nicht besetzt. Diese Stelle ist in Ausschreibung. Die therapeutische Personalausstattung bei Escape beträgt aktuell 2,75 Vollzeitäquivalente, davon ist eine Vollzeitstelle wegen Elternzeit nicht besetzt, eine Vertretung ist in Planung. Escape wird darüber hinaus im kommenden Jahr um eine volle ärztliche Stelle erweitert. – So weit die Antwort des Senats!

Alle Reden von Silke Stroth Protokoll (PDF) ↗