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Holger Fricke

BA-Gruppe 20.05.2026 Sitzungen 21/34

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! So schnell kann es kommen: Schwärmte unsere SPD-Fraktion in der letzten Sitzung von Bremen als tollem Weltraum- und Technologiestandort, ist Bremen plötzlich abgehängt zum großen Teil. Große Teile der Koalition wird es wohl freuen, haben unsere Grünen doch schon früher ernsthaft darüber nachgedacht, den Bremer Flughafen für den Passagierverkehr dichtzumachen. Wie Teile der Linken es sehen, erleben wir bei den größtenteils faktenfreien Manifesten der Bremer Bundestagsabgeordneten Doris Achelwilm gegen den Luftverkehr im Bundestag. Nun werfen Sie, Bürgermeister Bovenschulte, und Ihre linke Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt sich vor den Lufthansa-Vorstand in den Staub, damit sie die Flüge von Bremen nach Frankfurt bloß nicht einstellen, und das ist gut so. Denn das wäre wirklich der Worst Case, um bei den Worten des CDU-Politikers Jens Eckhoff zu bleiben. Sehr viele Argumente sprechen für Bürgermeister Bovenschulte und Senatorin Vogt. Es gibt 35 Verbindungen pro Woche von Bremen nach Frankfurt und zurück. Die Maschinen haben 90 bis 120 Sitzplätze. Sie sind im Schnitt zu knapp 82 Prozent ausgelastet, und die Lufthansa hat in Bremen bereits kräftig eingespart. 2019 gab es noch 70 Verbindungen pro Woche mit dem wichtigen Drehkreuz Frankfurt. Doch was bedeutet der komplette Wegfall der Flüge? Ich habe dazu einen Bremer Reiseveranstalter gefragt. Er sagte mir, es wäre für ihn eine Katastrophe. Dabei geht es nicht nur um Geschäftsleute, die zwischen Bremen und der Bankenmetropole regelmäßig pendeln. Fernreisen und Urlaubsreisende wären davon massiv betroffen. Ein gezwungener Umstieg auf die völlig unzuverlässige und marode Deutsche Bahn wäre ein Armutszeugnis für die abgehängte Wirtschaftsmetropole Bremen. (Abgeordneter Thore Schäck [FDP]: Übrigens ein Staatskonzern!) Lieber Herr Bovenschulte, ich wünsche Ihnen und unserer Wirtschaftssenatorin viel Erfolg bei den Verhandlungen mit der Lufthansa. Als Lufthansa-Vorstand würde ich Ihnen allerdings den Bundestagsauftritt von Doris Achelwilm präsentieren. Ich würde Sie dann fragen, wie ernst die Koalitionspartner es meinen mit den Frankfurt-Flügen. Wir sehen jetzt aber auch, wohin die Reise unserer Linken geht. (Abgeordnete Sofia Leonidakis [DIE LINKE]: Mit dem Zug!) So müssen vernunftgesteuerte Politikerinnen wie Kristina Vogt und Claudia Bernhard zurück ins Glied, um Platz für die linksideologische und dauerempörte Klassenkämpferin Sofia Leonidakis als neue Spitzenkandidatin zu schaffen. Mit solchen Koalitionspartnern wird die Zukunft unseres Landes industriefeindlich. Bremen wird als Stadtstaat komplett abgehängt und dunkelrot, ob mit oder ohne Frankfurt-Flüge von und nach Frankfurt, aber die brauchen wir dann wohl eh nicht mehr. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall BA-Gruppe)

Alle Reden von Holger Fricke Protokoll (PDF) ↗