Jouleen Gruhn
Vielen Dank. – Der Abgeordnete Bommert möchte erwidern. Bitte schön, Herr Bommert. Frank Bommert (CDU):* Kollege Kubitzki, also, ich weiß nicht – ich glaube nicht, dass ich dünnhäutig bin. Ich habe eher den Eindruck, dass Sie etwas dünnhäutig sind; das waren Sie gestern schon. Aber das ist ja jedem freigestellt. Ich jedenfalls bin nicht dünnhäutig, und ich bin auch über Sie nicht verärgert. Herr Kubitzki, Sie wollen mir aber erklären, was Heimat ist? Sie behaupten, ich sei nicht für Heimat? Wissen Sie, dort, wo ich geboren bin, lebe ich seit dem ersten Tag. Ich bin der Heimat sehr verbunden. Ich hätte die Chance gehabt, in den Westen abzuhauen, habe es aber nicht gemacht, weil Heimat für mich sehr viel bedeutet. All meine Vorfahren kommen von dort. Das waren Fleischer, das waren Handwerker. Also, Herr Kubitzki, versuchen Sie nicht, mir etwas von Heimat zu erzählen. Sie können mit mir über alles streiten, aber nicht über Heimat. Heimat trage ich im Herzen. Sie ist in mir ganz fest verankert. (Beifall CDU) Da ich noch ein bisschen Zeit habe, will ich noch etwas zur Mehrwertsteuer sagen. Sie haben dieses Thema angesprochen, Herr Kubitzki, und in Ihrem Antrag formulieren Sie entsprechende Forderungen, meine Damen und Herren von der AfD-Fraktion. Ich stelle fest: Eine Mehrwertsteuersenkung kommt. Aber ich muss auch ganz ehrlich sagen: Ich bin nicht dafür, dass sie für alle Getränke gesenkt wird. Denn damit würden wir auch den Alkohol ein Stück weit günstiger machen. Wer Wein, Schnaps oder Ähnliches trinken will, der kann auch die 19 % Mehrwertsteuer zahlen und ist nicht auf die Senkung auf 7 % angewiesen. Beim Essen ist das okay; aber die Ausweitung auf diese Getränke halte ich für falsch. Ich kann also schon an dieser Stelle sagen, dass wir Ihren Änderungsantrag ablehnen werden. Wir wollen hier versuchen, für die Orte etwas zu machen. Herr Kubitzki, wir wollen nicht die großen Gaststätten fördern; es geht uns wirklich um die Dorfkneipen. Bei uns ist es ein Mann, der das Ding führt. Er kocht dort nicht groß, sondern es gibt die Bockwurst mit dem Brötchen. Es ist aber ein Anlaufpunkt. Solche Kneipen werden auch im Winter nicht groß etwas aufziehen; das wollen sie auch gar nicht. Es soll aber mit dem Dorfleben einfach weitergehen. Dafür brauchen wir diese kleinen Kneipen. (Beifall CDU)
