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Sandra Khalatbari

CDU 04.12.2025 Sitzungen 19/76

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Tabor! Wissen Sie, wir waren ja gemeinsam auf der Ausschussreise in Helsinki und Tallinn. Auch da haben wir vielfältige Modelle kennengelernt, bei denen übergreifend gearbeitet wird. Wir haben auch in Berlin vielfältige Konstellationen und pädagogische Konzepte, in denen fächerübergreifend, jahrgangsübergreifend und menschen-, kinderübergreifend gearbeitet wird. Nennen Sie sich nur die unterschiedlichen Schulen in freier Trägerschaft. [Zuruf von Tommy Tabor (AfD)] Denken Sie nur an die Schulen von Maria Montessori. Denken Sie an Pestalozzi-Fröbel. Es gibt so viele Modelle, die belegen, dass ein übergreifendes Arbeiten gar nicht so verkehrt ist. Wenn wir uns jetzt noch anschauen, dass die Entwicklungsschere von den Kindern immer zwischen ein und drei Jahren geöffnet ist, dann ist es schon fast dramatisch, wenn man immer nur darauf schaut, dass die, die in einer gleichen Klasse sind, auch wirklich auf dem gleichen Entwicklungsstand sind. Das ist eine Fehlinterpretation. Und dazu, dass Sie sagen, was der Regierende Bürgermeister gesagt hat: Selbstverständlich ist eine frühe Konzentration auf eine dezidierte Förderung, Bildung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beziehungsweise Kindergartenkinder unbedingt wichtig und notwendig, um diese Individualität und Heterogenität eines jeden Kindes in den Blick zu nehmen. Denn jedes Kind muss da abgeholt werden, wo es steht. Ganz ehrlich, ja, eine frühzeitige Förderung ist unbedingt notwendig. Ja, in Berlin gab es diese Vorschulklassen, und viele haben das als sehr sinnvoll wahrgenommen. Aber wir haben auch veränderte Strukturen, wir haben veränderte Bedingungen. Ich habe es vorhin auch in meiner Rede gesagt: Man kann natürlich viel fordern, aber wo sollen jetzt die Vorschulklassen in den begrenzten Räumlichkeiten in den Grundschulen durchgeführt werden? Wo sollen wir die Lehrkräfte, die sowieso nicht ausreichend da sind, herbekommen? Ich glaube, das, was uns eint, ist klar. Deshalb habe ich zu Beginn auch gesagt, dass dieser Antrag auf den ersten Blick gar nicht so schlecht erscheint, auf den zweiten Blick aber Dinge deutlich macht, die in dieser Stadt zurzeit so nicht realisierbar sind. Und zu den individuellen Anpassungen der Paragrafen, weil ich das auch deutlich gesagt habe, unterhalten wir uns gleich dezidiert, und zwar über die einzelnen individuellen Anpassungen. Wenn ich die hier aufführe, würde nämlich keiner mehr folgen. Von daher können wir das gerne noch mal im Austausch tun. – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU und der SPD]

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