Marcel Hopp
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich, dass wir als Koalition mit der vorliegenden Änderung des Lehrkräftebildungsgesetzes Maßnahmen für eine bessere Lehrkräfteausbildung, für niedrigschwellige Quereinstiegszugänge und für mehr Qualität im Studium in die Wege leiten. Angesichts des immer noch vorhandenen Lehrkräftemangels ist das ein wichtiger Schritt für unsere Berliner Schulen. [Vereinzelter Beifall bei der SPD] Wir wissen: Gute Bildung beginnt mit gut ausgebildeten Lehrkräften. Doch die Anforderungen an die Schule von heute und erst recht von morgen verändern sich stetig. Darauf muss auch die Lehrkräftebildung Antworten geben, und genau das tun wir mit dieser Gesetzesänderung. Erstens stärken wir die digitale Medienbildung. Die Vermittlung digitaler Kompetenzen ist längst kein Nice-to-have mehr, sondern gehört zum pädagogischen Handwerkszeug. Mit der Ergänzung dieser wichtigen Basisqualifikation greifen wir nicht nur die Strategie der Kultusministerkonferenz auf, sondern setzen auch um, was Lehrkräfte und Lehramtsanwärterinnen und -anwärter sich selbst wünschen. Das zeigen auch die Ergebnisse der Multikohortenstudie. Zweitens flexibilisieren wir das Praxissemester im Masterstudium. Bisher musste dieses verpflichtend im dritten Semester absolviert werden. Künftig kann es über mehrere Semester gestreckt werden. Das erleichtert die Vereinbarkeit von Studium, Arbeit und Familie.
