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Martin Trefzer

AfD 10.04.2025 Sitzungen 19/65

Vielen Dank, Herr Präsident! – Meine Damen und Herren! Liebe Frau Kühnemann-Grunow! Ich weise das entschieden zurück, dass wir die Opfer des Nationalsozialismus in unserem Antrag nicht gebührend nennen würden. [Ario Ebrahimpour Mirzaie (GRÜNE): Sie sind eine rechtsextreme Partei voller Neonazis! – Katalin Gennburg (LINKE): Sie sind sowieso geschichtsrevisionistisch!] Ich glaube, Sie sollten sich einfach mal die ersten Absätze dieses Antrages anschauen, wo wir alle Opfer des Nationalsozialismus, 6 Millionen ermordete Juden und auch die anderen Opfergruppen des Nationalsozialismus ganz klipp und klar benennen. [Beifall bei der AfD] Das stimmt einfach nicht, was Sie uns hier unterstellen. [Zurufe] Was wir allerdings auch tun, ist, dass wir die sowjetischen Verbrechen, die Verbrechen der Alliierten ungeschminkt in diesen Antrag darstellen. [Anne Helm (LINKE): Sie setzen gleich und machen damit unsichtbar! – Zuruf von Carsten Schatz (LINKE)] – Da setze ich überhaupt nichts gleich, da wird nichts aufgerechnet, da wird beides genannt. – [Melanie Kühnemann-Grunow (SPD): Das ist Geschichtsrevisionismus par excellence! – Zurufe] Ihre Vorstellung, dass das Unrecht des Zweiten Weltkriegs, die Kriegsverbrechen und all das, was damals passiert ist, nur auf den Nationalsozialismus zurückzuführen sei, ist eben falsch, liebe Frau Kühnemann-Grunow. [Beifall bei der AfD – Anne Helm (LINKE): War nicht alles schlecht, ne?] Der Zweite Weltkrieg wurde nach dem Hitler-Stalin-Pakt ausgelöst. Die Sowjetunion und das Deutsche Reich hatten sich am 23. August 1939 verbündet, um diesen Krieg auszulösen. [Zurufe] Stalin war kein freundlicher Mann, der Europa vor dem Faschismus bewahren sollte. Stalin hat sich mit Hitler verbündet, um die Menschen in Osteuropa zu unterdrücken. [Zuruf von der AfD: Richtig!] Polen wurde vom nationalsozialistischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt. In beiden Teilen Polens wurde die polnische Elite vernichtet. Sie können nicht so tun, als ob das alles dem Nationalsozialismus zuzurechnen sei. [Beifall bei der AfD – Thorsten Weiß (AfD): Ihr habt euch doch über die DDR gefreut! – Zurufe von der SPD und der LINKEN] Die Folgen dessen, dass Sie die sowjetischen Befreiungsmärchen zum Nennwert nehmen, Frau Kühnemann-Grunow, sehen Sie an den Geschichtsklitterungen von Wladimir Putin. Der erzählt nämlich nichts anderes, als das, was Stalin damals auch erzählt hat. Der behauptet, dass der Hitler-Stalin-Pakt eine rein defensive Maßnahme der Sowjetunion gewesen wäre. Die Sowjetunion sei gar nicht aggressiv gewesen. Nein, die Sowjetunion war aggressiv. Sie hat diesen Krieg aktiv mitorganisiert. Sie hat aktiv die Sowjetisierung und den Aufbau von Diktaturen in Osteuropa organisiert. [Beifall bei der AfD] Wenn Sie das nicht zur Kenntnis nehmen, fallen Sie auf die Lügen von Stalin und heute auch von Putin rein. [Anne Helm (LINKE): Heute früh haben wir davon gesprochen. Nichts kam an! – Zurufe von der LINKEN und der SPD] Die Erkenntnis, dass der 8. Mai 1945 einen ambivalenten Charakter hatte, dass Osteuropa nicht durch die Sowjetunion befreit wurde, ist überhaupt Voraussetzung dafür, den heutigen Konflikt, den Angriff Russlands auf die Ukraine überhaupt zu verstehen. Putin glaubt mit seinen Lügen durchkommen zu können, weil Sie dieses Befreiungsmärchen von 1945 immer weiter erzählen. [Beifall bei der AfD – Zuruf von Orkan Özdemir (SPD) – Anne Helm (LINKE): Sie müssen das mit Putin klären!]

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