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Adrian Grasse

CDU 10.04.2025 Sitzungen 19/65

Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst möchte ich meinem Kollegen Dennis Haustein danken, der als fachpolitischer Sprecher eigentlich zu diesem Antrag sprechen würde und der mir diese Runde überlassen hat, um mich aus dem Berliner Abgeordnetenhaus zu verabschieden. Mit dem vorliegenden Antrag adressieren die Koalitionsfraktionen das Ehrenamt und damit einen überaus wichtigen Bereich unseres gesellschaftlichen Lebens. Berlin ist eine Stadt, die in besonderem Maße von herausragendem Engagement vieler Ehrenamtlicher profitiert – in den Sport- und Kulturvereinen, den Kirchen, der Freiwilligen Feuerwehr oder auch der Kommunalpolitik. Unzählige Ehrenamtliche organisieren und engagieren sich tagtäglich mit großer Leidenschaft. [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der LINKEN] Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur unverzichtbar, es ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Es gibt den Spruch über das Ehrenamt: Viel Arbeit und wenig Ehre –, und dem wollen wir als Koalition entgegenwirken, damit nicht jeder nur an sich denkt, sondern jeder an alle und alle an jeden Einzelnen. Das Ehrenamt stärkt genau dieses Gemeinschaftsgefühl. Es hält unsere Gesellschaft zusammen, gerade in herausfordernden Zeiten, in denen sie auseinanderzudriften droht. Wir müssen unser Land zusammenhalten. Wenn geopolitische Entwicklungen dazu führen, dass die Unsicherheit wächst, nicht nur mit Blick auf die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes, sondern auch die wirtschaftlichen Entwicklungen und in der Folge auch die persönliche Situation jedes Einzelnen am Arbeitsmarkt, dann brauchen wir etwas Verbindendes, was unsere Gesellschaft zusammenhält, etwas, dass Sinn stiftet, nicht nur für einen selbst, sondern für die Gemeinschaft. Genau dazu leistet das Ehrenamt einen sehr wichtigen Beitrag. Neben der Wertschätzung braucht das Ehrenamt aber auch bessere Rahmenbedingungen. Eines der drängendsten Probleme für bürgerschaftliches Engagement sind fehlende Räume. Dem tragen wir mit dem vorliegenden Antrag auch Rechnung, indem wir den Senat auffordern, ein Konzept zu erarbeiten, um ab 2025 ehrenamtliche und zivilgesellschaftliche Initiativen durch die Bereitstellung von Raumflächen wirksam zu entlasten. Wir alle in diesem Parlament kennen ehrenamtlich Tätige, beispielsweise in den Fördervereinen von Institutionen, die wir in unseren Wahlkreisen in ihrer Arbeit unterstützen und auch bei uns selbst. Unsere eigene politische Arbeit begann doch in den meisten Fällen ehrenamtlich. Wie dankbar sind wir doch all jenen, die uns bis heute mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit unterstützen. [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD] Als Abgeordnete dieses Hauses sollte uns dieser Geist des Ehrenamtes, die Gemeinschaft in den Vordergrund des Handelns zu stellen, bei unserer politischen Arbeit tragen. Wir sollten das Gemeinsame suchen und nicht immer nur das Trennende. Schließlich sind wir als Abgeordnete dem Gemeinwohl verpflichtet. Wir sind eben nicht nur Mitglieder unserer Fraktionen und Vertreter unserer Wahlkreise, sondern Parlamentarier für die ganze Stadt, für ganz Berlin, für unser Berlin, die Hauptstadt unseres ganzen Landes. Deshalb lassen Sie uns für unsere Stadt das Beste machen, im besten Sinne machen, also Probleme anpacken und lösen, statt nur den kurzfristigen parteipolitischen Vorteil zu suchen. In diesem Sinne bedanke ich mich sehr herzlich für die Zusammenarbeit in diesem Haus bei meiner großartigen CDU-Fraktion, aber auch bei allen anderen Fraktionen, bei allen Abgeordneten für die vertrauensvolle, kollegiale und sehr wertschätzende Zusammenarbeit und nicht zu vergessen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und der Fraktionen. Es gibt ein großes Ganzes, das uns alle miteinander verbindet, und deshalb ist es eine große Ehre, buchstäblich ein Ehrenamt, diesem ren. Ich wünsche Ihnen allen persönlich alles erdenklich Gute und viel Erfolg zum Wohle unserer Stadt und dem Berliner Abgeordnetenhaus! Viel Glück und Gottes Segen! [Beifall bei der CDU, der SPD, der LINKEN und der AfD – Vereinzelter Beifall bei den GRÜNEN]

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