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Dunja Wolff

SPD 10.04.2025 Sitzungen 19/65

– Es gibt auch welche, die kommen ohne aus! – Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Und vielleicht sind doch auch noch welche an den Bildschirmen und gerade nicht, wie Sie es nennen, am Zocken, sondern hier am Zuschauen! „Chancen und Potenziale durch E-Sport für den Standort Berlin“ – das ist der Antrag der CDU und der SPD. Das ist der Antrag, der in den Fachausschüssen Sport und Wirtschaft auf breite Zustimmung gestoßen ist. Darüber freue ich mich sehr. Offen gestanden hat mich dieser Antrag eine Menge Kraft gekostet, weil ich das Gefühl hatte, dass wir mit diesem Bereich viel verantwortungsvoller umgehen müssen, als wir hier so ein bisschen leicht davon reden. Gaming ist etwas, wo wir wirklich sehr viel Verantwortung tragen müssen; deshalb eine Potenzialanalyse, deshalb diese Analyse, für die ich mich wirklich persönlich auch extrem stark gemacht habe. Ich danke dabei auch sehr meinem Kollegen Dennis Buchner, denn er hat mitgeholfen, dass dieser Antrag eine, finde ich, sehr deutlich sozialdemokratische Handschrift bekommen hat. Und das finde ich auch richtig. [Beifall bei der SPD] Wir sagen ganz klar, auch wenn der Bund das schreibt, der Gemeinnützigkeit standen wir nicht im Wege. Und doch ist es aus Sicht des Sportes richtig – Herr Standfuß hat das auch gesagt –: Über eine sportliche Förderwürdigkeit sollte der Sport in seinen demokratischen Gremien selbst entscheiden. Nachts online alleine, wie Sie es nennen, zocken erfüllt nicht die Anforderungen von Breitensport. [Vereinzelter Beifall bei der SPD] Klar muss aber auch sein: Was ist anders am E-Sport? – Hier treten Teams professionell gegeneinander an. Hier gibt es Ligen. Hier haben sich Menschen zusammengefunden, die bestens betreut sind. Allein in Berlin sind mittlerweile europäische Organisationen, die ihre Teams hier angesiedelt haben. Berlin ist schon E-Sport-City, das ist wahr. Von den E-Sport-Großveranstaltungen, die in diesen Arenen ablaufen, könnten wir noch mehr gebrauchen. Ich sage Ihnen: Das Ganze ist nicht nur Touristenmagnet, sondern es würde auch aus Berlin gesendet werden, denn das geht in die ganze Welt. Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern würden an den Bildschirmen teilhaben. Gesendet würde aus Berlin. Das hat touristisch und wirtschaftlich für uns einen Riesenmehrwert für diese Stadt. Wichtig ist aber auch, dass wir wissen, dass diese Effekte sich auf Softwareentwicklung auswirken. Wir müssen aber auch die Risiken beachten. Wir wollen nicht, dass Menschen süchtig werden, dass Gewinnspiele gefördert werden, dass verdeckte Kosten ein Schuldenrisiko erhöhen, dass Menschen mit falschen Absichten in Chaträumen Kontakte knüpfen oder junge Menschen mit nicht altersgerechten Darstellungen konfrontiert werden. Das sind viele Fragen, und genau deshalb wollen wir diese Analyse, und wir wollen danach eine Strategie. Im Antrag der Grünen, der heute auch vorliegt, steht viel Richtiges, das ist wahr. Aber es wird einfach zu viel gewollt und zu wenig gewusst. Dass wir etwas tun müssen und es wollen, ist Konsens. Ich möchte mich hier bedanken bei der Senatsverwaltung für Sport, bei Iris Spranger ganz ausdrücklich, für die Unterstützung. Ich möchte mich auch bedanken bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, denn hier wird schon etwas getan. Es gibt schon den Runden Tisch des E-Sports, und ich freue mich auch, dass die Senatsverwaltung für Sport ein offenes Ohr für den E-Sport gefunden hat. [Beifall von Raed Saleh (SPD)] Wir haben damit Eingang gefunden. Das ist nicht selbstverständlich. Ich wünsche mir sehr, dass – –

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