Harald Laatsch
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich kann Sie da beruhigen, Frau Gennburg, weil die Fassade der Schinkel’schen Bauakademie besteht aus Ton, also aus Tonziegeln. Insofern besteht da gar keine Gefahr, dass wir zu wenig Sand hätten. Da können Sie ganz beruhigt sein. Eins muss man mal in aller Deutlichkeit sagen: Eine Schinkel’sche Bauakademie kann doch nur eine Schinkel’sche Bauakademie sein und nicht irgendwie – wie sagte Herr Gräff? –, ein UFO, das irgendeiner modernistischen, sozialistischen Gestaltung entspringt. Das ist nicht unsere Vorstellung. Wenn Sie so etwas bauen wollen, dann können Sie es ja machen, an jedem anderen Ort in dieser Stadt, warum denn nicht? – Gerne. Aber warum ausgerechnet an dem Ort, an dem einst die Schinkel’sche Bauakademie stand und nach unserem Dafürhalten auch wiedererstehen wird, und zwar die Schinkel’sche, nicht irgendeine andere, die Schinkel’sche Bauakademie? [Beifall bei der AfD] Alles andere wäre nichts anderes als eine Mogelpackung und dem Ort, an dem sie jetzt entstehen oder wieder entstehen soll, einfach historisch nicht entsprechend. Wir können solche wertvolle Plätze mitten im Zentrum unserer Stadt nicht für irgendwelche, ich würde mal sagen, modernistische Gestaltungsformen missbrauchen und verbrauchen. An solchen Orten müssen Erinnerungen unserer Vergangenheit auch wiedererstehen können, und das wollen wir auch. Für uns steht da nichts anderes in Frage, als dass die Schinkel’sche Bauakademie mindestens in ihrer Fassade wieder so ersteht, wie sie erstanden war und wie sie einst gestanden hat. Das ist unser Credo. Da wollen wir hin, und ich glaube, auch die Mehrheit der Stadt will dahin. Deswegen hoffe ich, dass wir das auch so durchsetzen werden. – Herzlichen Dank! [Beifall bei der AfD]
