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Dr. Bahar Haghanipour

GRÜNE 16.11.2023 Sitzungen 19/38

Vielen Dank dafür! – Schön, dass Sie da sind, Frau Senatorin Spranger, und auch Frau Senatorin Kiziltepe! Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Erinnern Sie sich an Zohra G.? Zohra wurde am 29. April 2022 in der Nähe ihrer Unterkunft in Pankow auf offener Straße mit mehreren Messerstichen von ihrem Mann ermordet. Sie hinterlässt sechs minderjährige Kinder. Der Grund für ihre Tötung: Zohra wollte selbstbestimmt leben. Sie trennte sich von ihrem Mann. Er akzeptierte die Trennung nicht. Er wollte die vermeintlich männliche Kontrolle wieder-erlangen – ein klassischer Femizid. Alle drei Tage wird eine Frau in Deutschland von ihrem Partner oder Ex-Partner umgebracht. Alle 45 Minuten wird eine Frau Opfer von Partnerschaftsgewalt, und das Dunkelfeld ist noch viel größer. Das wollen und können wir nicht hinnehmen, denn jeder dieser Übergriffe ist einer zu viel. [Beifall bei den GRÜNEN und der LINKEN – Beifall von Burkard Dregger (CDU) und Olga Gauks (CDU)] Das Tragische an Zohras Fall: Zohra hatte zuvor Hilfe gesucht. Sie hatte drei Strafanzeigen gestellt. Sie hatte Kontakt mit Frauenhäusern. Ihr Mann hatte Hausverbot bekommen. Doch das reichte nicht.

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