Kai Wegner
Herr Präsident! Herr Abgeordneter! Wissen Sie, jetzt können wir die ganz große politische Weltlage rausholen und können versuchen, diese Spiele, diese enorme Chance für den Sport, diese enorme Chance für unsere Stadt und für unser Land, diese enorme Chance übrigens auch, ein solches Großereignis in einem demokratischen Land stattfinden zu lassen, ohne politische Einflussnahme, ohne Diktatur, zu zerreden. Wir als Berliner Senat machen das nicht. [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der AfD – Beifall von Andreas Geisel (SPD) und Tino Schopf (SPD)] Und ich sage Ihnen: Wir haben das in der gemeinsamen Pressekonferenz – die Sportsenatorin sprach davon – natürlich auch dem LSB-Präsidenten mitgegeben. Es ist aber, finde ich, gar nicht Aufgabe des Berliner Senats, an Strukturen, an Organisationsformen des IOC und vielem anderem weiter zu arbeiten. Das ist nicht Aufgabe des Berliner Senats, sondern wir müssen sehen, die Chancen dieser Spiele zu nehmen. [Zurufe von den GRÜNEN] – Sie haben gerade etwas reingerufen; das weiß ich nicht so genau. Ich weiß aber – lassen Sie mich das vielleicht sagen –, dass das Datum 2036 oder 2040, insbesondere 2036, umstritten ist. Ich weiß das, aber ist das nicht auch eine Riesenchance, [Zurufe von den GRÜNEN: Nein! – Zurufe von der AfD: Doch!] 100 Jahre nach den grausamen Nazi-Spielen, 100 Jahre nach Spielen, die unter Hass und Unterdrückung, unter dem Hakenkreuz stattgefunden haben, 100 Jahre später das neue Deutschland, das demokratische Deutschland, [Zuruf von Antje Kapek (GRÜNE)] das bunte, das vielfältige, das diverse Berlin zu präsentieren? Berlin hat sich geändert, Deutschland hat sich geändert. Geben Sie den Olympischen Spielen doch auch die Chance, das deutlich zu machen, dass sie sich auch verändern können! Ich finde, das ist eine großartige Chance, und die sollten wir gemeinsam nutzen. [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD und der AfD – Zuruf von Werner Graf (GRÜNE)]
